Landkreis investiert sechsstellige Summen in Straßen und Radwege

- Schild Baustelle
- Foto: Paul Needham
- hochgeladen von Heike Schwitalla
Bad Dürkheim. Auch im Jahr 2025 sind wieder verschiedene Arbeiten an Kreisstraßen im Landkreis Bad Dürkheim geplant. „Wir sind hier in hohem Maße von der Arbeit des zuständigen Landesbetriebs Mobilität abhängig, wo die personelle Ausstattung nicht optimal ist. So kommt es, dass Projekte nicht so vorangehen, wie wir uns das eigentlich vorstellen“, sagte Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld. Der für die Kreisstraßen zuständige Beigeordnete Sven Hoffmann fügte an: „Das ist aktuell eine große Bürde für den LBM, was sich direkt auf unsere Planungen auswirkt.“
Grundsätzlich werden Bauwerke und Straßen in Zuständigkeit des LBM jährlich geprüft. „Danach wird uns vorgeschlagen, welche Straßen in diesem Jahr saniert werden sollen. Das ist Teil eines Mehrjahresplans. Es kann aber natürlich zu Verschiebungen kommen, beispielsweise wegen Ereignissen wie dem Hangrutsch an der K2“, so Hoffmann weiter. Dem Kreisbeigeordneten zufolge investiert der Kreis „im Jahr rund 3,4 Millionen Euro in Kreisstraßen und Radwege. Im Schnitt gibt es dafür Landeszuwendungen von 65 Prozent der Kosten“.
Die für 2025 geplanten Projekte:
K24 – Ortsdurchfahrt Gerolsheim
Bereits 2011 hatte die Verbandsgemeinde Leiningerland auf den schlechten baulichen Zustand der Ortsdurchfahrt hingewiesen. Der LBM hat nun wegen der bestehenden Schäden, die bei Leitungsverlegungen von Versorgungsträgern verursacht wurden, vorgeschlagen, die K24 auf einer Strecke von rund 500 Metern von der Einmündung der Obergasse bis zur Kreuzung zur Hauptstraße auszubauen. Von geplanten Gesamtkosten von 250.000 Euro trägt der Kreis 87.500 Euro.
K24 – Lückenschluss Teilstück/Verlegung in Dirmstein
In Dirmstein ist die K24 im Zuge der Neuüberplanung des Neubaugebiets „Nachtgärten“ verlegt worden. Sie führt nun durch das Neubaugebiet hindurch. Die Straße wurde von der Gemeinde gebaut und soll nun zur Kreisstraße aufgestuft werden. Im Gegenzug wird die Schlossgasse zur Gemeindestraße abgestuft. Zuwendungsfähig ist nur die Hälfte der Straße. Daher bleiben von rund 300.000 Euro Gesamtkosten rund 202.500 Euro beim Kreis.
K24 – Lückenschluss des Radwegs zwischen Gerolsheim und Dirmstein
Weil in Dirmstein ein Einkaufsmarkt geplant wurde, soll von Gerolsheim aus zu dem Markt ein Radweg gebaut beziehungsweise ein Wirtschaftsweg umgebaut werden. So sollen die Bürgerinnen und Bürger aus Gerolsheim sicher mit dem Rad zum Einkaufen fahren können. Von Gesamtkosten von 200.000 Euro trägt der Kreis 70.000 Euro.
K36 – Tiefenthal- Nackterhof
Im Bereich der Autobahnbrücke an der A6 bei Tiefenthal wird die Fahrbahn und die sogenannte Rinnenbordanlage am Fahrbahnrand erneuert. Von erwarteten Kosten von 350.000 Euro verbleiben 122.500 Euro beim Kreis.
K1 – Ortsdurchfahrt Kirchheim
Ein bestehendes Teilstück der K1 in Kirchheim wurde nach Fertigstellung der B271 zur Gemeindestraße beziehungsweise zum Wirtschaftsweg abgestuft. Dabei war die Straße aber nicht in optimalem Zustand. Zur Realisierung und Finanzierung der sogenannten unterlassenen Unterhaltung der ehemaligen K1 müssen deshalb noch Gespräche zwischen der Ortsgemeinde Kirchheim und dem LBM geführt werden. Die voraussichtlichen Gesamtkosten betragen 200.000 Euro.
K18 – Frechental Richtung Stilles Tal
Die Folgen eines Böschungsrutsches sollen auf dem Weg zum Stillen Tal bei Frechental für rund 100.000 Euro beseitigt werden.
K16 – Rotsteig, Ortseinfahrt Wachenheim
Die K16 ist im Jahr 2024 ausgebaut worden. Die Kreisverwaltung und der LBM sind in Diskussion über die vorgelegte Endabrechnung, da die Verwaltung den Zustand der ausgebauten Straße nicht für zufriedenstellend hält. Der LBM hat angekündigt, dass die Kosten des Projekts auf 3,5 Millionen Euro steigen können. Bei Zuwendungen von 74 Prozent läge der Eigenanteil des Kreises bei rund 910.000 Euro. Da es zum Rechtsstreit kommen könnte, werden im Haushalt des Jahres 2025 sicherheitshalber 3,5 Millionen Euro eingeplant.
K28 – Eisbachbrücke bei Obrigheim
Die Eisbachbrücke muss Instand gesetzt werden. Von erwarteten Kosten von 120.000 Euro übernimmt der Kreis 42.000 Euro.
K18 – Stützwand Im Frechental
Die Instandsetzung der Stützwand oder die Erneuerung durch Gabionen kosten voraussichtlich 100.000 Euro.
K28 – Stützwand am Bahnübergang in Colgenstein
Auch hier soll die Stützwand saniert werden. Die Kosten liegen bei 50.000 Euro.
K29 – Eisbach Heidesheim
Die Straße wird saniert, Gesamtkosten: 90.000 Euro.
K18 – Helmbach / Hornesselwiese
Wegen des sanierungsbedürftigen Zustands ist die Einrichtung einer Schutzeinrichtung erforderlich. Die K18 im Landkreis Bad Dürkheim umgibt die K51 im Landkreis Südliche Weinstraße von beiden Seiten. Das Projekt betrifft 1,6 Kilometer der K18 und 1,15 Kilometer der K51. Da beide Kreisstraßen in sehr schlechtem Zustand sind, hat der LBM den Ausbau empfohlen. Um Synergieeffekte zu nutzen, soll es ein Gemeinschaftsprojekt beider Landkreise werden. Die voraussichtlichen Gesamtkosten liegen bei 750.000 Euro.
Für 2026 geplante Projekte:
K31 – Höningen nach Leistadt/Gabionen-Stützwand bei Höningen
Geplant ist ein Bestandsausbau von rund 2500 Metern bei Kosten von 360.000 Euro. Der Eigenanteil des Kreises liegt bei 126.000 Euro.
K17 – Stützwand Am Friedhof in Iggelbach
Die Stützwand soll im Jahr 2026 zusammen mit der Straße selbst saniert werden. Von Gesamtkosten von 80.000 Euro trägt der Kreis 28.000 Euro. red/bas
Autor:Charlotte Basaric-Steinhübl aus Ludwigshafen |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.