Flächendeckende Ernte läuft
Die Pfalz ist Europameister im Bundzwiebel-Anbau

- Damit der Frühling jetzt mit großen Schritten kommt, geben die Europameister im Bundzwiebelanbau jetzt wieder Vollgas: Traditionell handelt es sich bei den ersten Frühlings- oder Bundzwiebeln aus der Pfalz, um das erste Frischgemüse aus heimischem Freilandanbau. Damit der Handel und die bundesweiten Verbraucher das vielseitige und gesunde Superfood nachhaltig genießen können, wird jetzt täglich bis in den November im Gemüsegarten Pfalz geerntet. Mit einer Anbaufläche von 2.000 bis 2.500 Hektar ist die Pfalz das Anbaugebiet Nummer 1 in Europa.
- Foto: Gemüsegarten Pfalz
- hochgeladen von Björn Wojtaszewski
Neustadt und Dannstadt, 19. März 2025 – Ab sofort läuft im Gemüsegarten Pfalz wieder flächendeckend die Ernte von Frühlingszwiebeln. Traditionell handelt es sich hierbei um das erste Frischgemüse aus heimischem Freilandanbau. Die allerersten Frühlings- oder Bundzwiebeln aus Deutschlands größtem zusammenhängenden Anbaugebiet für Frischgemüse wurden in diesem Jahr bereits Anfang März geerntet.
Anbau auf bis zu 2.500 Hektar macht die Pfalz zur Nummer 1 in Europa
Mit einer Anbaufläche von 2.000 bis 2.500 Hektar über die Saison ist die Pfalz unangefochtener Europameister im Bundzwiebelanbau. Von März bis in den November werden hier über 350 Mio. Bund des leckeren und besonders gesunden Superfoods angebaut, was der Versorgungssicherheit in Deutschland zugutekommt. Damit die auf den Bundzwiebelanbau spezialisierten Betriebe im Gemüsegarten Pfalz den Handel und die bundesweiten Gemüse-Liebhaber täglich mit superfrischen Bundzwiebeln beliefern können, werden ab sofort und bis in den Herbst hinein jeden Tag auf Bestellung Bundzwiebeln geerntet!
Botanisch ist die Frühlingszwiebel eigentlich eine Winterzwiebel
Die Bundzwiebeln, die jetzt in der Pfalz geerntet werden, wurden bereits ab Sommer letzten Jahres zeitlich versetzt ausgesät. Gemüsegärtner sprechen von der Winterzwiebel, die botanisch tatsächlich eine weiße Speisezwiebel ist. Diese wird im Frühjahr geerntet, bevor sie eine größere Kugel ausbilden kann. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden Begriffe, wie Schlotten, Bund-, Frühlings- oder Lauchzwiebeln meist synonym verwendet. Steffen Sahler, Gemüsegärtner und Bundzwiebelspezialist aus Dannstadt erklärt: „Die wenigsten kennen den Unterschied zwischen Winter- und Sommerzwiebeln. Bei den Sommerzwiebeln, die wir jetzt schon wieder für die Ernte ab Mitte Juni im Gemüsegarten Pfalz aussäen, handelt es sich strenggenommen um eine Kreuzung aus Lauch und Zwiebel, weswegen sich Winter- und Sommerzwiebeln auch etwas im Geschmack unterscheiden!“
Die frühe Ernte erfordert Fingerspitzengefühl und ist zeitaufwändig
Die frühe Ernte ist besonders zeitaufwändig und erfordert wortwörtlich Fingerspitzengefühl. Damit die Pflanze im Ganzen möglichst leicht von der Hand aus der Erde gezogen werden kann, wird der Boden zuvor mit einem Schar unterfahren und gelockert. Die erste Selektion erfolgt bereits bei der Ernte: Vom kalten Winter verfärbte Spitzen werden – ebenso wie die äußeren Blätter – per Hand entfernt und dann – je nach Kundenwunsch und Gewichtsvorgabe – meist als Bund mit fünf bis acht Frühlingszwiebeln direkt auf dem Feld gebündelt.
Nachhaltige Frischevorteile für Handel und bundesweite Verbraucher
Im Gegensatz zu Auslandsware, die vorwiegend aus Nordafrika über tausende Kilometer und mehrere Tage zu uns nach Deutschland transportiert werden muss, bieten Frühlingszwiebeln aus dem Gemüsegarten Pfalz besonders nachhaltige Qualitäts- und Frischevorteile: Direkt nach der Ernte wird die knackfrische Bundware in den Betrieben vor Ort gewaschen, auf die gewünschte Vermarktungslänge gebracht, in Mehrwegkisten verpackt und dann direkt per Kühl-LKW zu den Großmärkten und Verteilzentren der bundesweiten Supermärkte transportiert. Steffen Sahler: „Im Normalfall befinden sich die frisch geernteten Frühlingszwiebeln bereits wenige Stunden nach der Ernte auf der Autobahn. Über Nacht liegen sie dann in den Gemüseabteilungen und sind auf Wochenmärkten zu kaufen!“
Ein Superfood, das dank konkurrenzloser Frische wertvolle Inhaltsstoffe enthält
Bundzwiebeln aus der Pfalz sind ein echtes Superfood, das dank der kurzen Wege und unschlagbaren Frische besonders viele wertvolle Inhaltsstoffe gewährleistet. Im Vergleich zu normalen Zwiebeln enthalten Lauchzwiebeln beispielsweise mehr als doppelt so viel Vitamin C. Auch sekundäre Pflanzenstoffe und Ballaststoffe sind in großen Mengen enthalten, weshalb die Bund- und Frühlingszwiebel grundsätzlich auch entzündungshemmend wirken kann. Und sich zusätzlich auch besonders positiv auf die Darmfitness auswirkt ...
Heimischer Anbau sichert Frische, Versorgungssicherheit und Verbraucherpreise
Mit dem Erntestart der Pfalz endet die markt- und preisbeherrschende Monopolstellung, die ausländisches Frischgemüse aus dem Freilandanbau über die Wintermonate innehatte. Dass das erste Gemüse aus dem heimischen Freilandanbau nicht nur frischer und schneller im Handel ist, für weniger Abhängigkeit sowie mehr Versorgungssicherheit und günstige Verbraucherpreise über die Saison sorgt, ist vielen Verbrauchern nicht bewusst. Dass rund 80 Prozent des deutschen Anbaus im besonders milden Klima der Pfalz erfolgen, unterstreicht die besondere Rolle und Bedeutung, die der Gemüsegarten Pfalz – als bundesweit einmaliger „Wachstums-Cluster“ – für die nachhaltige Versorgung Deutschlands mit erntefrischem Obst und Gemüse spielt.
Der heimische und besonders nachhaltige Anbau wird mit Zusatzkosten belastet
Anstatt – gerade auch im Hinblick auf die Versorgungssicherheit – besonders gesundes, weil nah und nachhaltig vor Ort in Deutschland angebautes Obst und Gemüse zu fördern, geschieht politisch seit Jahren genau das Gegenteil. Dr. Christian Stoermer, Geschäftsführer der Gemüsegarten Pfalz Management GmbH sagt: „Ein aktuelles Beispiel ist die gesetzlich verordnete Anhebung des Mindestlohns zum 1. Januar 2025 auf 12,82 Euro. Da der Mindestlohn auch ausnahmslos für Saisonarbeitskräfte aus dem europäischen Ausland gilt, die nur wenige Wochen im Jahr in Deutschland arbeiten, in der Regel Kost und Logis erhalten und deswegen von den hohen Lebenshaltungskosten so gut wie gar nicht betroffen sind, stellt dies den Obst- und Gemüseanbau in der Pfalz vor enorme wirtschaftliche und organisatorische Herausforderungen. Im Vergleich zum EU-Ausland, wo es entweder gar keinen oder wesentlich niedrigere Mindestlohngrenzen gibt, führt dies zu einer massiven Wettbewerbsverzerrung!“
Frisch und gesund: Lauchzwiebeln bleiben ein Genuss, den sich jeder leisten kann!
Die leistungsstarken Obst- und Gemüsebau-Betriebe aus dem Gemüsegarten Pfalz beliefern in der Saison den LEH und die bundesweiten Verbraucher mit Top-Qualität und Auswahl, die hinsichtlich Frische und Nachhaltigkeit nur mit dem eigenen Anbau im Hausgarten vergleichbar ist! Dass der heimische Obst- und Gemüseanbau einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit und auskömmlichen Preisen beiträgt, indem beispielsweise Abhängigkeiten von ausländischen Lieferanten reduziert werden, liegt auf der Hand.
Autor:Björn Wojtaszewski aus Neustadt/Weinstraße |
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