Kunst und Konzert im mpk
Kunst(spät)stück im Rahmen der Hans Hofmann-Sonderausstellung „Chimbote“

Gestaltet das Konzert beim Kunst(spät)stück: Duo Doppio | Foto: Ivan Kneževi
  • Gestaltet das Konzert beim Kunst(spät)stück: Duo Doppio
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mpk. Zu einem Kunst(spät)stück im Rahmen der Sonderausstellung „Hans Hofmann – Chimbote, Farben für eine neue Stadt“ lädt das Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern (mpk), Museumsplatz 1, am Sonntag, 26. Juni, um 17 Uhr mit Kuratorin Dr. Annette Reich ein.

Präsentiert wird das Werk „Opus Americanum“ von Darius Milhaud sowie Werke von Aaron Copland, Dave Brubeck und Ernesto Nazareth. Begleitend liest Johannes Pardall Auszüge aus Milhauds Autobiografie „Musik ohne Noten“. Das Konzert gestaltet das „Duo Doppik“: Ivan Knežević und Mari Kitamoto (Violinen), Johannes Pardall (Viola und Moderation), sowie Yejin Na (Violoncello).

Die malerischen Entwürfe, die Hans Hofmann (1880-1966) im Jahre 1950 in den USA für das Chimbote-Projekt schuf, zeigen sich in ihrer Komposition voller Bewegung und Spannung. Die Vielfalt der Möglichkeiten, die sich Hofmann bei der Gestaltung seiner Malerei erschlossen hat, legt Zeugnis ab von seiner durchdringenden Lust am Experiment und dessen markanter visueller Umsetzung. Studium in Paris, Erster Weltkrieg, wilde Zwanziger, Flucht vor den Nazis, bedeutender Lehrer in den USA – biografische Lebenslinien, die neben Hans Hofmann auch auf einen der bedeutendsten französischen Komponisten des 20. Jahrhunderts zutreffen: Darius Milhaud (1892-1974).

Milhaud stammte aus einer Familie alteingesessener provenzalischer Juden, besuchte ab 1909 das Pariser Conservatoire und freundete sich mit Paul Claudel an. Claudel, Dichter und Diplomat, holte ihn während des Ersten Weltkrieges als Botschaftsattaché nach Rio de Janeiro. Zahllose Werke und innovative Kompositionstechniken späterer Dekaden Milhauds sind aus dem unerschöpflichen Erfahrungsreichtum dieser Konfrontation mit einer damals durchweg exotischen Welt gespeist.

Von der aufkommenden Bedrohung in den faschistischen Nachbarländern spürte der inzwischen nach Frankreich zurückgekehrte Milhaud zunächst relativ wenig. Erst im Mai 1940 floh er in die USA. Noch auf dem Schiff begann er mit der Niederschrift seines zehnten Streichquartetts „Opus Americanum no. 1“. Er fasste in Amerika rasch Fuß. Zu seinen Schülern im kalifornischen Mills College gehörten unter anderem Steve Reich und Dave Brubeck. Außerdem pflegte er stets den Austausch mit Igor Strawinsky und Aaron Copland.

Aufgrund des begrenzten Sitzplatzangebotes empfiehlt es sich, Karten zu reservieren unter Telefon 0631 3647 -201 oder info@mpk.bv-pfalz.de. ps

Autor:

Ralf Vester aus Kaiserslautern

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