Welche Regeln gelten für den Sommerurlaub? Was für einige Ziele zu beachten ist

In diesem Sommer wird es zahlreiche Deutsche zum Urlaub eher in die Ferne ziehen. Doch welche Regeln gelten derzeit für das Ausland? | Foto: Bilal EL-Daou/Pixabay
  • In diesem Sommer wird es zahlreiche Deutsche zum Urlaub eher in die Ferne ziehen. Doch welche Regeln gelten derzeit für das Ausland?
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Von Ralf Vester
Sommerurlaub. Die Sommerferien in Rheinland-Pfalz stehen vor der Tür. Nachdem im vergangenen Jahr für die meisten Urlaub in Deutschland bzw. vor der Haustür angesagt war, ist die Sehnsucht nach einem Auslandsaufenthalt natürlich entsprechend groß. Viele beliebte europäische Reiseziele gelten nicht inzwischen nicht mehr als Risikogebiete. Wer anschließend aus solchen Destinationen zu Lande nach Deutschland zurückkehrt, muss derzeit keinerlei Einreisebeschränkungen mehr beachten. Flugpassagiere müssen allerdings weiterhin einen negativen Test vorweisen. Welche Regelungen gelten derzeit in einigen der beliebtesten Urlaubsziele der Deutschen im Hinblick auf die Ein- und Rückreise etc.?

Österreich

Österreich gilt schon eine Weile nicht mehr als Risikogebiet. Seit dem 1. Juli ist die Maskenpflicht in der Gastronomie und bei Veranstaltungen passé, ebenso die Teilnehmerbegrenzung bei Veranstaltungen. Wer davon jedoch profitieren will, muss getestet, geimpft oder genesen sein. Die Testpflicht gilt für alle ab zwölf Jahre. Jeder Urlauber sollte einen Grünen Pass mit sich führen, auf dem alle bisherigen Nachweise elektronisch gespeichert sind (www.gruenerpass.gv.at).

Schweiz

In der Schweiz sind Hotels und Restaurants, Bäder sowie Freizeiteinrichtungen wie Museen, Theater und Kinos wieder für Besucher geöffnet. Hierfür bedarf es keines negativen Corona-Tests. Die Eidgenossen händeln das durch ausreichend Abstand oder eine begrenzte Zahl der Gäste. Wer mit Bahn oder Bus anreist, muss lediglich ein elektronisches Einreiseformular ausfüllen (https://swissplf.admin.ch/). Flugpassagiere, die weder geimpft noch genesen sind, brauchen einen negativen Corona-Test.

Frankreich

Inzwischen zählt auch Frankreich nicht mehr zu den Risikogebieten. Für Urlauber aus Deutschland ist ein aktueller negativer Schnelltest vollkommen ausreichend. Freilich tut es bei der Einreise ebenso ein Impfnachweis. Bei der Rückreise auf dem Landweg werden den Deutschen keine Beschränkungen auferlegt. Wer mit dem Flieger in die Heimat zurückkehrt, muss allerdings einen negativen Corona-Test bzw. einen Impf- oder Genesenen-Nachweis vorzeigen. Geschäfte, Kinos und Bäder sind in Frankreich wieder offen. Ausgangssperren und die allgemeine Maskenpflicht im Freien sind auch im Nachbarland passé. Schon bald sollen kulturelle Veranstaltungen mit Sitzplätzen wieder erlaubt sein.

Italien

In Italien sind jüngst immer mehr Beschränkungen gefallen. Im Freien braucht es lediglich dann noch einen Mund-Nasen-Schutz, wenn sich der Mindestabstand mal nicht einhalten lässt. In geschlossenen Räumen wie Geschäften und Museen sowie in Bussen und Zügen gilt weiterhin eine Maskenpflicht. Wer nach Italien einreist, muss einen negativen PCR- oder Antigen-Schnelltest vorweisen und im Vorfeld ein Einreiseformular ausfüllen (https://app.euplf.eu/).

Kroatien

Auch Kroatien hat kürzlich seine Einreisebestimmungen gelockert. Die Regionen um Medimurje und Zadar gelten jedoch noch als Risikogebiete. Wer aus einem Gebiet einreist, das wie Deutschland auf der sogenannten Grünen Liste der EU-Behörde ECDC steht, hat bei der Einreise keinerlei Auflagen zu befürchten. Dies gilt aktuell für alle Bundesländer mit Ausnahme von Baden-Württemberg und des Saarlandes. In den Hotels haben die deutschen Urlaubsgäste keine Einschränkungen zu erwarten. Die Lokale bedienen ihre Besucher auch im Innenbereich. Lediglich in Cafés ohne Angebot von Speisen wird man nur draußen bedient.

Spanien

In Spanien liegen die Inzidenzwerte weitgehend auf einem ähnlich geringen Niveau wie in Deutschland. Als Risikogebiet ist dort unter anderem wieder die Region Katalonien eingestuft. Bei der Einreise ist es für die meisten Deutschen – so auch für diejenigen aus Rheinland-Pfalz – nicht mehr notwendig, einen negativen Corona-Test vorzulegen. Allerdings bedarf es 48 Stunden vor der Einreise des Ausfüllens eines Gesundheitsfragebogens (https://visaguide.world/europe/spain-visa/requirements/health-control-form/), woraufhin man einen entsprechenden QR-Code erhält. Während die Maskenpflicht im Freien auf dem Festland kein Thema mehr ist, brauchen die Urlauber auf den Balearen sehr wohl noch einen Mund-Nasen-Schutz. Die Sperrstunde für die Gastronomie und die Nachtlokale greift erst ab 2 Uhr. Diskotheken bleiben auf den Balearen jedoch noch bis mindestens Mitte Juli dicht.

Griechenland

Das Auswärtige Amt stuft auch Griechenland nicht mehr als Risikogebiet ein. Wie bei den meisten Urlaubsdestinationen ist hier bei der Rückreise per Flugzeug ebenfalls ein negativer Corona-Test, ein Impf- oder Genesenen-Nachweis vorgeschrieben. Wer aus Deutschland anreist, ist nicht mehr wie bisher an einen negativen PCR-Test gebunden. Ein aktueller Antigen-Test oder ein Impfnachweis reichen aus. Von Vorteil ist auch, dass das Mindestalter der Testpflicht für Kinder von sechs auf zwölf Jahre hochgesetzt wurde. Wer sich für einen Griechenland-Urlaub entschieden hat, muss bis spätestens 24 Stunden vor der Einreise online seine Daten angeben (https://travel.gov.gr/#/), worauf ein QR-Code zur Nachverfolgung versendet wird.

Türkei

Vor nicht notwendigen touristischen Reisen in die gesamte Türkei warnt das Auswärtige Amt noch immer. Wer dennoch seinen Urlaub dort plant, muss 72 Stunden vor der Einreise ein elektronisches Formular ausfüllen (https://register.health.gov.tr/), einen negativen PCR-Test oder einen negativen Antigen-Schnelltest vorweisen bzw. geimpft oder genesen sein. Seit dem 1. Juli sind die Ausgangs- und Reisebeschränkungen in der Türkei komplett aufgehoben. Touristen waren ohnehin bereits von Einschränkungen ausgenommen.

Portugal

Aufgrund der sich ausbreitenden Delta-Variante – vor allem im Großraum der Hauptstadt Lissabon – erklärte das Auswärtige Amt das Portugal kürzlich zum Virusvariantengebiet, stufte das Land aber zum 7. Juli wieder zurück als Hochinzidenzgebiet. Wer als Nicht-Geimpfter oder Nicht-Genesener nach Portugal reist, muss nach der Rückkehr zunächst in Quarantäne. Gleiches gilt für Madeira und die Azoren. Aus der Quarantäne „freitesten“ kann man sich frühestens nach fünf Tagen. Touristen aus Ländern mit entspannter Corona-Situation dürfen nach Portugal einreisen. Alle Besucher über zwei Jahre müssen allerdings einen negativen PCR- oder Antigen-Test vorlegen und ein Formular zur Kontaktnachverfolgung ausfüllen (https://portugalcleanandsafe.pt/en/passenger-locator-card). Geimpfte oder Genesene genießen derzeit keine besonderen Privilegien in Portugal.

Autor:

Ralf Vester aus Kaiserslautern

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