Nora Mertes stellt in Berlin aus: Forschen und Kunst an der Hochschule Kaiserslautern

Professorin Nora Mertes in der Saarländischen Galerie in Berlin | Foto: Nora Mertes
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Kaiserslautern. Forschen und Kunst? Wie geht das zusammen? Nora Mertes, Professorin für Bildende Kunst (Schwerpunktprofessur Forschung) an der Hochschule Kaiserslautern, zeigt es in ihrer Ausstellung. Nora Mertes präsentiert in der Saarländischen Galerie – Europäisches Kunstforum in Berlin ein digitales Archiv des Manuellen Wissens. Was ist manuelles Wissen und wie sieht es im analogen Raum und an der digitalen Schnittstelle aus? Mit Videoaufnahmen macht Mertes die Intelligenz der Hand sichtbar. Dazu filmt sie Interaktionen zwischen Händen und Objekten. Und zwar bei routinierten Bewegungen im beruflichen Umfeld. Sie besucht Handwerker, Forscher und Dienstleister und folgt den arbeitenden Händen mit der Kamera. Das daraus entstandene „Digitale Archiv des Manuellen Wissens“ dokumentiert in erster Linie nicht die Bewegungen. Vielmehr lenkt es den Blick auf die Haptik, Kinetik und Materialität der Hände und ihrer Umgebung. Mertes begreift dabei das Medium Video als etwas Plastisch-Skulpturales. Sehr unterschiedliche Performances der Tänzerin Adaya Berkovich, dem Kunsthistoriker Paul Mellenthin und der Choreographin Isabelle Schad mit Aya Toraiwa ergänzen und erweitern das Archiv.

Mertes studierte Bildende Kunst mit Schwerpunkt Bildhauerei an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter bei Bonn, an der Hiroshima City University und der Universität der Künste Berlin. Sie ist seit 2012 als freischaffende Künstlerin und Dozentin tätig. Sie zeigte ihre Arbeiten in zahllosen Ausstellungen im In- und Ausland und wurde mit Preisen und Förderungen geehrt. Seit 2023 lehrt und forscht Mertes als Professorin für Bildende Kunst (Schwerpunktprofessur Forschung) im Studiengang Innenarchitektur, Fachbereich Bauen und Gestalten an der Hochschule Kaiserslautern. „Mit dem digitalen Archiv des Manuellen Wissens will ich die Brücke schlagen zwischen einerseits der Souveränität der Hände, also ihrem impliziten Wissen und andererseits der Wissenschaft. Mehr als um das Beurteilen geht es mir in meiner Disziplin sowohl um das Erfahrbarmachen als auch um dessen mediale Reflexion“, erläutert die Professorin ihre Idee Routinebewegungen Intelligenz zuzuschreiben. Die Ausstellung wird gefördert durch das Projekt Neustart Kultur (Modul C) und das Professorinnenprogramm der Hochschule Kaiserslautern. Diese Forschungsprofessur schafft nicht nur Raum forschend zu arbeiten, sondern gleichzeitig auch die Frage der „künstlerischen Forschung“ und dessen Stellenwert in Lehre und Forschung an der Hochschule Kaiserslautern zu verorten.red

Autor:

Karin Hoffmann aus Ludwigshafen

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