Nach Großbrand: Wäscherei Elis plant Neustart in Landstuhl

Die Großwäscherei Elis hat den Standort in Kaiserslautern um eine Waschstraße erweitert. Nach dem verheerenden Brand am Standort in Landstuhl, wurden rund 300 Mitarbeiter in die Barbarossastadt verlegt.    | Foto: Laura Rodegher
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  • Die Großwäscherei Elis hat den Standort in Kaiserslautern um eine Waschstraße erweitert. Nach dem verheerenden Brand am Standort in Landstuhl, wurden rund 300 Mitarbeiter in die Barbarossastadt verlegt.
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Landstuhl. Am 4. Dezember brannte die Wäscherei Elis in Landstuhl. Drei Tage lang hielt das Großfeuer die Feuerwehren und Rettungskräfte in Atem. Die Hallen in der Bruchwiesenstraße sind seitdem einsturzgefährdet und nicht mehr für die Produktion geeignet. Der Betrieb wurde vollständig auf benachbarte Standorte in Rheinland-Pfalz und im Saarland verlagert.

Seitdem sind vier Monate vergangen. Wie sehen die Pläne für den Wiederaufbau der Produktionsstätte in Landstuhl aus; wie geht es den 390 Mitarbeitern; und wie steht es um deren Zukunft?

300 Mitarbeiter arbeiten in Kaiserslautern 

Die beste Nachricht vorweg: Keinem der Elis-Beschäftigten wurde wegen des Feuers gekündigt, und das wird auch in Zukunft nicht passieren - im Gegenteil: Die Zahl der Mitarbeiter, die dem Standort Landstuhl zugerechnet werden, ist um acht auf 398 gestiegen, berichtet Laura Rodegher aus der Kommunikationsabteilung von Elis. Etwa 300 Mitarbeiter von ihnen arbeiten derzeit in Kaiserslautern, wo das Unternehmen kurz nach dem Brand eine Halle mietete und einen Not- und Ersatzbetrieb organisierte. „Innerhalb von zwei Tagen war die Versorgung unserer Kunden durch unsere Umstrukturierungen und dank unseres flächendeckenden Netzwerks gesichert. Das wäre ohne den großen Einsatz unserer Mitarbeitenden nicht möglich gewesen“, lobt Christopher Beyer, Operations Director bei Elis Deutschland & Österreich.

Neuer Standort erhält moderne Waschstraße

Die im Dezember in Kaiserslautern errichtete Betriebsstätte war ein entscheidender Faktor für den nahtlosen Übergang in den Ersatzbetrieb nach dem Brand. Der Standort in der Barbarossastadt wurde in den vergangenen Wochen um eine Waschstraße erweitert. Täglich werden dort 40.000 Teile Bewohnerwäsche bearbeitet. Elis Landstuhl ist auf die Reinigung und Aufbereitung von Wäsche in Krankenhäusern und Pflege- und Altenheimen spezialisiert.

Elis Landstuhl in 20 Monaten betriebsbereit

Wie es in Kaiserslautern nun weitergeht, hängt maßgeblich von den Zukunftsplanungen des Unternehmens am Standort Landstuhl ab. Dass dieser nach dem Großbrand wieder in Betrieb genommen wird, steht für Elis außer Frage. Innerhalb der nächsten 20 Monate soll die Betriebsstätte in Landstuhl vollständig aufgebaut werden und die Produktion aufnehmen. Da die Planungen noch nicht komplett abgeschlossen sind, bittet die Elis-Sprecherin Rodegher bei weiteren Detailfragen um Geduld.

Brandursache von Experten nicht zu ermitteln

Zur Ursache für das Großfeuer am 4. Dezember, das während der Nachtschicht ausbrach, gibt es keine neuen Erkenntnisse: Eine sichere Brandquelle lässt sich auch nach eingehender Prüfung durch Experten nicht benennen, erklärt Rodegher. Die Polizei schloss kurz nach dem Großfeuer eine Brandstiftung aus.

Hintergrund: Elis ist eine internationale börsennotierte Unternehmensgruppe, die über 400.000 Kunden versorgt. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen 52.000 Mitarbeiter in über 440 Produktionsstätten und Servicecentern, verteilt über 30 Länder. In Deutschland betreibt das Unternehmen 46 Standorte. Das Unternehmen bietet individuelle Lösungen für Berufsbekleidung, Stations-, Steril- und Bewohnerwäsche, Hotel- und Gastronomiewäsche, Bodenschutz und Reinräume.

Großwäscherei Elis Landstuhl

Die Großwäscherei Elis hat den Standort in Kaiserslautern um eine Waschstraße erweitert. Nach dem verheerenden Brand am Standort in Landstuhl, wurden rund 300 Mitarbeiter in die Barbarossastadt verlegt.    | Foto: Laura Rodegher
Am 4. Dezember brannte die Wäscherei Elis in Landstuhl. Drei Tage lang hielt das Großfeuer die Feuerwehren und Rettungskräfte in Atem. Die Hallen in der Bruchwiesenstraße sind seitdem einsturzgefährdet und nicht mehr für die Produktion geeignet. | Foto: Grosskopf
Am 4. Dezember brannte die Wäscherei Elis in Landstuhl. Drei Tage lang hielt das Großfeuer die Feuerwehren und Rettungskräfte in Atem. Die Hallen in der Bruchwiesenstraße sind seitdem einsturzgefährdet und nicht mehr für die Produktion geeignet. | Foto: Kreisverwaltung Kaiserslautern
Am 4. Dezember brannte die Wäscherei Elis in Landstuhl. Drei Tage lang hielt das Großfeuer die Feuerwehren und Rettungskräfte in Atem. Die Hallen in der Bruchwiesenstraße sind seitdem einsturzgefährdet und nicht mehr für die Produktion geeignet. | Foto: Grosskopf
Wegen dem Brand gab es bei Elis keine Kündigungen. Das wurde den 390 Mitarbeitern in einer Betriebsversammlung in der Landstuhler Stadthalle mitgeteilt.  | Foto: Laura Rodegher
Autor:

Erik Stegner aus Landstuhl

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