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Abwechslungsreiche Vernissage von „Kunst Quadrat Ellerstadt“

Gruppenbild der Aussteller | Foto: Brigitte Melder
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Ellerstadt. Die Kunstausstellung „Kunst Quadrat Ellerstadt“ wurde unter der Schirmherrschaft von „Ellerstadt in Bewegung e.V.“ am 24. November im Bürgerhaus organisiert. Ich traf auf den Pressewart Claus Peinemann, der mir erzählte, dass außer den Ellerstadter Hobbykünstlern noch zwei weitere Gastkünstler hier ausstellen. Sie nutzen sie als Werkschau für Hobbykünstler in allen Richtungen. Man möchte das Potenzial dieses Ortes in einem lockeren Kreis/Gemeinschaft herausheben. Früher wurde die Ausstellung alle zwei Jahre im November gemacht und das letzte Mal 2022, somit sollte es nun regelmäßig jedes Jahr beibehalten werden, um sie einem breiteren Publikum vorzustellen.

Das angrenzende „Ell Cafe“ ist am Wochenende zur Ausstellung geöffnet, ansonsten mittwochs und sonntags von 14.30 bis 18.30 Uhr. Angeboten werden selbstgebackene leckere Kuchen.

Zur Eröffnung spielten Friedlinde Hüther (Querflöte) und Hans-Jürgen Hoheisel (Akustikgitarre) aufeinander abgestimmte und absolut harmonisch klingende Stücke, nämlich vier Jahreszeiten (nicht die von Vivaldi): Schneeflocken, Muttertag, Tanz der Morgenfee und Aurum. Der Musiker ist auch Mitglied in der Band „Goldvogel“. Die Folkband aus dem Auenland in Mannheim-Neckarau hat ihre Songs mit Texten deutscher Lyriker versehen. Die vielseitige Künstlerin Friedlinde Hüther aus Frankenthal hatte nicht nur ihre Querflöte dabei, sondern stellte auch ihre prächtigen Plastiken in Ton und Bronze aus. Sei arbeitet seit 1980 in Frankenthal, wo sie auch ihre ständige Ausstellung hat.

Die Begrüßung übernahm die ebenfalls ausstellende Künstlerin Katharina Friedrich. Sie bedankte sich, dass sie heute hier in diesen Räumen sein durften und stellte vom „Ellerstadter Kunstquadrat“ die acht Künstler*innen und die beiden Gastkünstlerinnen vor. Daniela Olbert-Sinn aus Ludwigshafen war heute erkrankt. Aber ihre Mandalas und Outdoorkerzen waren zur Ausstellung hier. Die zweite Gastkünstlerin war Friedlinde Hüther, die eine echte Bereicherung darstelle. Sie zitierte den deutschen Schriftsteller Jean Paul, der schon damals (1763-1825) meinte „Die Kunst ist zwar nicht das Brot, aber der Wein des Lebens.“ Natürlich sei Kunst nicht lebensnotwendig genau so wenig wie Wein, jedoch wissen wir Pfälzer, wie sehr ein gutes Glas Wein unser Leben bereichern kann. Sie lobte die Vielfalt hier im Ort mit seinen vielen tollen Weingütern. So ähnlich sei es auch mit der Kunst, die bereichert zum einen den Künstler im Schaffensprozess, ist Ventil, Therapie, Hobby und Ausgleich und sie bereichert aber auch den Betrachter, berührt vielleicht, verschönert das Zuhause oder schenkt Freude. Sie „wäscht den Staub des Alltags von der Seele“ meinte damals schon Picasso. Man freue sich nach der Musikdarbietung auf einen regen Austausch und zur besseren Zuordnung tragen die Künstler*innen Namensschildchen.

Die Werkschau bereichert hatte Jürgen Denzer mit Kunst über zwei große Wände verteilt. Er hat ein Auge für’s Abstrakte. Besonders inspiriert hat ihn der US-amerikanische Maler und einer der bekanntesten Fotorealisten Chuck Close. Die aktuellen Werke beschäftigen sich mit dem Universum und zeigen Planeten auf runden Leinwänden.

Martina Weiß aus Birkenheide arbeitet mit Acrylfarben und wendet verschiedene Techniken an wie Collagen, Sand- und Spachtelstrukturen, abstrakte, farbenfrohe Bilder, aber auch Gegenständliches und Stillleben.

Die Fotos von Claus Peinemann zeigen versteckte Details, die er in seinen Bildausschnitten arrangiert. Dinge, die im Alltagsleben oder beim Vorbeigehen eher unbeachtet bleiben, kommen so ans Fotolicht. Es sind die besonderen Orte, die er auf Fotoreisen gerne fotografisch einfängt.

Knut Bayer ist von Beruf Psychologe, aber in seiner Freizeit leitet ihn die Kreativität. Heute war er hier mit interessanten Artikeln aus Silberbesteck, die er zu individuellem, kreativen Schmuck verarbeitet.

Katharina Friedrich aus Ellerstadt kam bereits 1999 durch den Kunstunterricht in der Oberstufe zur Malerei. Zuerst versuchte sie sich an der abstrakten Malerei in Acryl und schwenkte dann nach einigen Ausflügen um ins Gegenständliche. Ihr Hobby ist weit mehr, es hat einen hohen Stellenwert in ihrem Leben und begleitet sie durch Höhen und Tiefen.

Daniela Heim hat den Künstlernamen Gio, der aus ihrem Namen Daniela Maria Giovanna entstand. Sie malt mit Öl, Acryl, Seiden- und Stofffarben, Buntstiften und Kreide. Ihr haben es Sonne und Meer angetan und die Malerei zieht sich durch ihr ganzes Leben.

Iris Schwarzweller aus Friedelsheim begleitet die Malerei schon ihr ganzes Leben lang. Sie ist Autodidaktin und hat nach verschiedenen Auslandsaufenthalten begonnen sich intensiver der Malerei zu widmen.

Carla Schwind aus Ellerstadt ist beruflich Grafikerin und Webdesignerin. Die Malerei gibt ihr die Freiheit, auch privat kreativ zu sein. Sie faszinieren abstrakte Landschaften und Räume, die Illusion von Weite und Tiefe, die den Betrachter ins Bild eintauchen lässt.
Und dann gab es noch einen mit selbstgemalten Weihnachtsmotiven belegten Tisch von der Kita „Regenbogen“ aus Ellerstadt. Dieser Weihnachtskarten-Verkauf basiert auf Spendenbasis, denn alle Einnahmen gehen an den Förderverein der Protestantischen Kita „Regenbogen“.

Sie können die absolut sehenswerte Ausstellung nur noch am Sonntag, 26.11. von 11 bis 17 Uhr (mit Kaffee und Kuchen) besuchen. (mel)

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Autor:

Brigitte Melder aus Böhl-Iggelheim

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