Erhöhung ab November
Gaspreise steigen ins „Unermessliche“

Heizen mit Gas wird ab November deutlich teurer.  Foto: Kling-Kimmle

Pirmasens. „O du fröhliche, o du selige (Vor-)Weihnachtszeit“: Ab November müssen Stadtwerkekunden tief in den Geldbeutel greifen, denn Gas wird um rund 55 Prozent teurer.
Als Gründe für diese drastische Preisanhebung nennen die Stadtwerke die staatlichen Gasumlagen, die sich aus mehreren Komponenten zusammensetzen. Dies sorge für „exorbitante Mehrkosten bei der Gasbeschaffung“, die die Stadtwerke für ihre Kunden nicht auffangen könne. Insgesamt führe dies zu erheblichen Mehrbelastungen in den letzten beiden Monaten des Jahres 2022.
Die Gasumlage wurde auf 2,419 Cent pro Kilowattstunde (netto) festgesetzt. Hinzu kommt die Gasspeicherumlage, die mit 0,0590 Cent (netto) pro Kilowattstunde zu Buche schlägt. Zudem wurden bereits bestehende Umlagen, welche die physische Abwicklung der Gasversorgung direkt betreffen, marktbedingt durch den vorgelagerten Marktgebietsverantwortlichen stark erhöht.
On top kommt dann noch die gesetzliche Mehrwertsteuer. Hier denkt die Politik aktuell über eine Senkung der Mehrwertsteuer von 19 auf 7 Prozent nach. Die Absenkung soll so lange gelten, wie die Umlage erhoben wird. Für Kunden wird sich eine etwaige Absenkung der Mehrwertsteuer auf den kompletten Gaspreis auswirken und nicht nur auf einzelne Umlagen. Sobald eine Entscheidung gefällt ist, geben die Stadtwerke eine Absenkung der Mehrwertsteuer im gesetzlich festgelegten Rahmen an die Kunden weiter.
Insgesamt bedeutet die Preisänderung für Stadtwerke-Kunden eine Steigerung um 3,95 Cent/Kilowattstunde netto bzw. 4,7 Cent/Kilowattstunde brutto. Damit beläuft sich die Preiserhöhung ab November über alle Gastarife auf rund 55 Prozent.
Stadtwerke-Geschäftsführer Christoph Dörr sieht sowohl mit der hinzu kommenden Umlagenlast als auch mit den für das nächste Jahr zu erwartenden Teuerungen eine Lawine auf die Verbraucher zurollen. „Wir sind in einer prekären Lage, die sich auf Dauer weiter zuspitzen könnte.“ Schon jetzt seien die Belastungen enorm.
Überwiegend ist zu erwarten, dass Verbraucher den Gürtel deutlich enger schnallen müssen, um es im Winter zuhause in erträglichem Maße warm zu haben, sagt Dörr. Der Geschäftsführer betont aber: „Auf der anderen Seite haben wir eine Gasmangellage und müssen froh sein, wenn uns diesen Winter überhaupt Gas zur Verfügung steht.“
Um hohe Nachzahlungen bei der kommenden Jahresrechnung zu vermeiden, bieten die Stadtwerke ihren Kunden an, ihren Abschlag bereits ab Oktober freiwillig zu erhöhen.“ ak/ps

Autor:

Andrea Kling aus Pirmasens

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