Dahner Fasnachtsumzug 2025: Tritsch-Lau hallt es unterm Jungfernsprung

- Tausende Besucher werden Dahn am Fasnachtssonntag wieder in eine närrische Hochburg verwandeln.
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Dahn. Er ist das närrische Großereignis im Dahner Felsenland und weit über die Grenzen der Stadt Dahn bekannt. Die Rede ist vom Dahner Fasnachtsumzug, der am 2. März 2025 stattfindet und in bewährter Tradition vom Karnevalsverein Elwetritsche (KVE) organisiert wird. Auch bei der 57. Auflage werden wieder Tausende Narren die Wasgaustadt besuchen und kräftig den Umzug mit einem dreifach donnernden Tritsch-Lau begrüßen. Der Gaudiwurm mit 61 Zugnummern beginnt um 13.30 Uhr. Sobald sich der Zug mit seinen Wagen- und Fußgruppen in Bewegung setzt, dürfte die Anspannung bei den beiden KVE-Umzugsleitern, Daniel Laux und Christian Pawlitschko weichen, doch weit gefehlt, wie Laux informiert: „Es gibt auch während des Zuges immer wieder Dinge zu regeln, aber wenn letztendlich alles glatt läuft, ist das natürlich ein schönes Gefühl“. Bereits im November starten beim Verein die Vorbereitungen auf den Fasnachtsumzug, damit die viele Vorgaben erfüllt werden können. Waren es im vergangenen Jahr die Vorgaben, mehr Toilettenstationen aufzustellen, die Wagen zu kontrollieren und in Augenschein zu nehmen, ob eine Wagenbetriebserlaubnis vorliegt, kam in diesem Jahr das Thema Sicherheit auf den Tisch. „Bezüglich Sicherheit wird es in diesem Jahr mehr Sperrungen der Seitenstraßen, die an die Zugstrecke anschließen, geben“, berichtet Laux von Gesprächen mit den Sicherheitsbehörden. Und Laux selbst weiß, wovon er spricht, schließlich ist er seit über 20 Jahren Umzugsleiter. Damit alles reibungslos verläuft und das Brauchtum weiterleben kann, haben die Stadt Dahn als Veranstalter, der KVE als Ausrichter, die Polizeiinspektion Dahn, das Ordnungsamt, die Verbandsgemeinde, der DRK-Ortsverband Dahn, die Feuerwehren Ruppertsweiler und Bundenthal sowie der Informations- und Kommunikationszug des Landkreises gemeinsam wieder ein Konzept erstellt.
61 Zugnummern am Start
Dies sieht den Start des Zuges um 13.30 Uhr am Aufstellort Schulzentrum vor. Anschließend läuft der Gaudiwurm über die Geschwister-Scholl-Straße, Schloßstraße und Schulstraße am Denkmal vorbei in die Marktstraße. An der Bushaltestelle am Kreisel in der Weißenburger Straße ist der Begrüßungswagen aufgestellt, wo Stephanie Burkhard, die an die beiden Prunksitzungen des KVEs moderiert, die Teilnehmer vorstellen wird. Danach biegt der Zug in die Grabenstraße ein, wo er sich in der Tannstraße auflöst. Der Gaudiwurm bietet den Besuchern mit 61 Zugnummern wieder eine närrische Vielfalt. So werden die befreundeten Karnevalsvereine aus Annweiler, Rinnthal, Gräfenhausen, Hauenstein, Fischbach oder Pirmasens ihre Delegationen schicken. Die Guggemusik „Gwaageschränzer“ Hölstein und die Guggemusik „Scheiererborzler“ Spöck, die beim Guggemusikfestival am Vorabend im Haus des Gastes mitgewirkt haben, laufen beim Umzug mit. Mit dabei sein wird natürlich neben dem KVE-Prinzenpaar Lina I. und Moritz III. sowie KVE-Prinzessin Ellen I. und rund 100 KVE-Mitläufern auch Elwi, das Maskottchen des Vereins. Abzuwarten bleibt, ob es passend zum diesjährigen Motto „Mit Eis am Stiel, Polarlicht und Eiskristall – geht´s heiß her im Tritschestall“, Wurfmaterial der „kühlen Sorte“, sprich Eis gibt. „Wir haben viel Wurfmaterial organsiert, mit der ein oder anderen Überraschung“, lässt sich Laux nicht die „Eis“-Karte schauen.
Straßenfasnacht im Anschluss
Im Anschluss ist unter dem Jungfernsprung aber noch nicht Schluss, denn es schließt sich bis 19 Uhr die Straßenfasnacht zwischen Denkmal und Minikreisel an, wofür die Bundesstraße 427 gesperrt bleibt. Schon während dem Umzug wird DJ Sebster das Mischpult bedienen und für gute Laune sorgen. „Nach dem Umzug wird er bei der Straßenfasnacht einheizen“, verspricht der Umzugsleiter, der sich wünscht, dass die Besucher bei der Anreise auf die ausgewiesenen Parkplätze ausweichen. „Am besten auf der Reichenbach parken und mit dem Zug weiterfahren“, gibt er einen Tipp zur Anreise. Genügend Parkplätze stehen zudem im Gewerbegebiet „Neudahn 1“ zur Verfügung.
Umzugsplakette als Erinnerung
Damit die Zuschauer eine Erinnerung an das närrische Spektakel haben, aber auch die Veranstaltung eine fünfstellige Summe verschlingt, verkauft der KVE wieder seine Umzugsplaketten. Diese können an verschiedenen Stellen für drei Euro gekauft werden. „Wir hoffen, dass sich die Besucher solidarisch zeigen und Plaketten erwerben, da für uns die Plakette als ‚Kostenbremse‘ extrem wichtig ist“, sagt Laux.
Mit dem Zug zum Zug
Nach dem Motto „Do not drink and drive“ – nicht trinken und fahren – bietet sich die Wieslauterbahn an, deren Sonderzüge ab 11.01 Uhr ab Landau nach Dahn kommen. Empfohlen wird der Bahnhof Dahn-Süd, da es von hier nur ein paar wenige Schritte zur Zugstrecke sind. Ab hier starten dann auch ab 15.59 Uhr die ersten Züge nach Landau zurück, der Letzte fährt um 18.59 Uhr. Fahrgäste werden gebeten, kurzfristig den DB-Navigator zu nutzen. Autofahrer können aus Richtung Pirmasens im Gewerbepark Neudahn I, Wasgau Bäckerei, am Bahnhof und Penny halten. Aus Richtung Reichenbach bei Aldi/Lidl Reichenbach, am SBK Kissel, und am Haus des Gastes parken.
Guggemusikfestival
Bereits am Samstag, 1. März, findet im Haus des Gastes in Dahn, das Guggemusikfestival des KVE statt. Aus Deutschland und der Schweiz wurden wieder drei Musikgruppen eingeladen, sich in der Wasgaustadt zu präsentieren. In diesem Jahr sind aus Deutschland, die „Scherererborzler“ aus Spöck und die Guggemusik „Albgoischa“ aus Hagenbach dabei. Aus der Schweiz kommt die Guggemusik „Gwaageschränzer“ Hölstein angereist. Abwechselnd mit den Musikern wird DJ Sebster für Stimmung sorgen. Zur Aftershow-Party legt ebenfalls DJ Sebster auf. bam
Faschingsumzug Dahn 2025
Autor:Bastian Meyer aus Dahn |
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