TKKG FOLGE 011 (Vergleichsanalyse)
Die Falschmünzer vom Mäuseweg
Es gibt falsche Fuffziger und es gibt Falschmünzer. Wobei das wohl technisch gesehen dasselbe ist, nämlich nichts wert. Welche Fassung von Folge/Buch 11 was wert ist, erfahrt ihr hier. Das Buch erschien 1980, das Hörspiel 1982.
1 Zusammenfassung
1.1 Die Handlung des Hörspiels
1.2 Abweichungen im Vergleich zum Buch
2 Analyse
2.1 Sprache
2.2 Edwin Kowalske = der unbekannte Star der ersten Bücher
2.3 Szenenwechsel
2.4 Das Tivola-Spiel 06: Der Fälscherbande auf der Spur
3 Fazit: Welche Fassung gewinnt
1 Zusammenfassung
1.1 Die Handlung des Hörspiels
TKKG will nach einem Ausflug mit den Schlitten zurück in die Stadt und nehmen dafür den Zug. Sie treffen beim Einsteigen eine Rockergang, die am Aussteigen ist. Tarzan lotst seine Freundin hinein, aber Karl wird die Brille runtergeschlagen. Das Innere der Bahn ist demoliert. Tarzan vermutet die Rocker und die Bande geht zur Bahnpolizei, um Anzeige zu erstatten.
Sie gehen zu den Sauerlichs, wo auch schon Kommissar Glockner ist. Frau Sauerlich ist von Handtaschenräubern überfallen und beraubt worden. Dabei kommt heraus, dass es dieselben Typen waren, denen TKKG begegnet ist. Karl beschreibt Glockner die Rocker. Glockner verliert einen Geldschein, den Tarzan aufhebt. Er sieht ihn sich auf Glockners Geheiß etwas genauer an und erkennt, dass der Schein falsch ist. Glockner macht ihn auch auf den Satz aufmerksam, der eingedruckt ist: Statt „wer Geldscheine nachmacht, wird mit Freiheitsjahre nicht unter zwei Jahren bestraft“, steht nur „ein Jahr“. Glockner nennt Tarzan noch die Seriennummer.
Zurück im Internat treffen Tarzan und Klößchen Johann Dresen, der verzweifelt ist. Er hat Geld gefunden, weiß aber nicht, wie er es im Fundbüro abgeben soll. Tarzan bietet sich an, vor allem, nachdem er festgestellt hat, dass es ein ganzes 20er-Bündel gefälschter 100er-Scheine ist.
Es kommt zu einem Szenenwechsel zu den Rockern. Einer der Rocker, Gernot Plasch hat von einem Briefträger Rickemann eine Ohrfeige verpasst bekommen. Das Quartett liefert die Taschen bei ihrem Boss Kowalski ab. Der ist sauer, weil die Bande ihn anlügt. Kowalski kommentiert Plaschkes geschwollenes Gesicht und scheucht sie fort.
Szenenwechsel: Am nächsten Tag kriegt Gaby mit, wie der Briefträger Rickemann von zwei Rockern überfallen, niedergeschlagen und seiner Briefe beraubt wird. Seine Brieftasche mit den Lohnauszahlungen hat er allerdings noch. Gaby hilft ihm und erzählt in der Schule TKK, was sie erfahren hat. Für Tarzan steht fest, dass die Rocker die Handtaschenräuber sind und plant, nachmittags die Straßen abzufahren. Vor allem im Gloria-Kino, wo Johann Dresen das Falschgeld gefunden hat, wollen sie sich umschauen, trotz geringer Chancen.
Erneuter Szenenwechsel zu den Rockern, die sich über die Post amüsieren. Kowalske ist davon nicht angetan, bis er zufällig einen Brief mit brisantem Inhalt erwischt:
Ein gewisser Leihkauf wird von einem Detlef Göbel angeschrieben. Für einen Fünftel des Nennwerts will Göbel ihm Falschgeld verkaufen. Die Rocker verstehen nicht, doch Kowalske hat den Durchblick: Er will ins große Geschäft einsteigen und mit Leihkauf telefonieren.
Szenenwechsel zurück zu TKKG: Die Kinder sind vor dem Gloria-Kino. Sie sehen eine alte Oma an einem Kiosk und befragen sie, ob sie jemand Verdächtigen gesehen hat. Ein Mann ist ihr aufgefallen; groß, kräftig und mit Kamelhaarmantel. Sie sieht ihn aus dem Mäuseweg kommen.
Tarzan spricht den Mann an und behauptet, das Geld beim Fundbüro abgegeben zu haben. Kamelhaarmantel-Mann wird sauer und Tarzan meint, er solle seinen Finderlohn gleich da lassen, wenn er das Geld holt. Leider schlägt der Plan fehl, denn bevor Kommissar Glockner das Fundbüro informieren kann, hat Kamelhaar-Mann dort schon angerufen. Glockner ruft die Kinder ins Polizeipräsidium, damit sie sich die Verbrecherkartei ansehen. Karl findet ihn: Ferdinand Marker.
Es ist schon spät, als Tarzan und Klößchen einen der Rocker entdecken. Tarzan setzt ihm hinterher und findet den Schlupfwinkel der Bande. Doch die ist bereits ausgeflogen. Glockner lobt T und K und lädt die beiden zu sich nach Hause ein, wo es Weihnachtsstollen gibt. Klößchen isst einen Großteil des Stollens, dann kommt Glockner und erzählt, was er herausgefunden hat: Kowalske hat die Villa von einem Vogt gemietet. Von den Rockern hat Vogt angeblich nichts gewusst. Doch Kowalske hat Vogt heute Morgen gekündigt und ist verschwunden.
Am nächsten Tag hebt Tarzan auf der Bank Geld ab. Er ist mit Gaby unterwegs, doch dann kommt Ferdinand Marker zu den Beiden und stellt Tarzan zur Rede. Marker will ihn schlagen, aber wird zu Boden geworfen. Gaby stellt erschrocken fest, dass Marker eine Pistole hat und T und G ergreifen die Flucht zurück in die Bank. Marker flüchtet mit einem grünen Auto.
Tarzan liegt nachts im Internat und überlegt, warum Marker bei der Bank gewesen sein könnte. Er möchte den Direktor warnen und ruft ihn von der Besenkammer aus an. Klößchen begleitet ihn. Der Direktor nimmt Tarzans Warnung nicht ernst, doch über das Telefon kriegt er den Überfall auf ihn mit. Die Polizei wird informiert.
Heimlich verlassen Tarzan und Klößchen das Internat und laufen in die Stadt. Ihr Ziel ist das Haus der Prokuristin der Bank. Tarzan schaltet: Die Gangster brauchen die Schlüssel des Direktors und der Prokuristin, um an das Geld zu kommen. Aber sie kommen zu spät, die Prokuristin ist schon überwältigt. Statt dem Auto hinterherzujagen, gehen die beiden zum Mäuseweg.
Kaum beim Mäuseweg angekommen, entdeckt das Duo eine offene Stahltür. Sie sehen Druckmaschinen. Klößchen soll die Polizei holen und schließt die Stahltür ab, während Tarzan sich der Bande stellt und sie überwältigt. Herr Glockner öffnet die Tür und fragt sich, wozu eine Polizei eigentlich noch nötig sei. Der Rest der Bande wurde bereits beim Einbruch in die Bank geschnappt.
1.2 Abweichungen im Vergleich zum Buch
Wir bekommen im ersten Kapitel den Schneeausflug mit. Die Bande steigt erst nach oben, dann rodeln Klößchen und Karl gemeinsam, während Gaby mit Tarzan rodelt. Die Piste nennt sich ‚AFFENZAHN‘ und mit ebenso einem Tempo rauschen T und G nach unten. Es wird etabliert, dass die S-Bahn-Station recht abgelegen ist und nur aufgrund des Protests der Anwohner noch dort ist. Entsprechend leer ist dann auch das Abteil.
Die Kinder erstatten Anzeige bei der Bahnpolizei und es wird klar gemacht, dass der Schaffner von der Zerstörung wusste, aber nichts unternommen hat, weil er Angst hat. Dann geht es zu einem Obermeister Bertram von der Bahnpolizei, der Klößchen einen seiner Donuts anbietet.
Die Szene bei den Sauerlichs ist etwas länger und Frau Sauerlich lässt Süßes auftischen, wobei offen gelassen wird, ob sie das getan hat, um ihren Schreck zu verarbeiten, oder ob die Köchin sich gegen sie durchsetzen konnte.
Johann Andresen heißt im Buch Jürgen Andresen.
Der Szenenwechsel bei den Rockern ist länger und etabliert, in welchen Verhältnissen sie leben. So ist Kowalske der Boss, der den Rockern eine Bleibe verschafft. Im Austausch müssen sie ihm dafür Beute ranschaffen. Und sie hintergehen ihn hin und wieder.
Die Rocker sind allesamt aus prekären Verhältnissen:
Gernot Plasch (Rotschopf) hat zwar noch Eltern, aber lässt sich nicht mehr bei ihnen blicken.
Krummbein Fritz Zoppig und Otto Bruchdrexl (Raubvogelgesicht) sind beide aus einem Fürsorgeheim geflohen.
Florentine Hubers Eltern sind geschieden, die Mutter abgehauen, ihr Vater Trinker und kümmert sich nicht um sie.
Sie sind alle um die 20. Edwin Kowalske ist um die 40, wird Finger-Eddy genannt, weil ihm der rechte Ringfinger fehlt. Er schielt mit dem rechten Auge, hat eine Glatze und trägt bei besonderen Anlässen stets Perücke.
Kowalske hat einen Traum: Ein großer Bankraub, den er bis ins Detail ausgetüftelt hat… nur kennen seine vier Rocker diesen Plan schon in- und auswendig und machen ihn darauf aufmerksam. Was Kowalske richtig sauer macht.
Der Überfall auf Postbote Rickemann findet statt und wird erweitert; so telefoniert Gaby von der Wohnung einer gewissen Frau Schreyer; diese will Rickemann auch später ins Krankenhaus fahren. Gaby kommt damit zur spät zur Schule, doch hat der Lehrer Dr. Kausch (Biologie) ein Einsehen. Karl hält einen seitenlangen Vortrag über die Geschichte und den jährlichen Konsum von Schokolade.
Bevor es zum Gloria-Kino geht, erzählt Jürgen Andresen von einem Mitschüler namens Konrad Krumpe aus der 9a, der Jürgen erpresst. Der Grund ist etwas hanebüchen. Um es kurzumachen: Konrad will das Geld mit Jürgen teilen, Tarzan stellt Konrad zur Rede, der meint, er könne auch mit einem Drittel auskommen, doch da schleppt Tarzan ihn zur Besenkammer und lässt ihm von Glockner eine Standpauke verpassen. Jürgen ist beruhigt.
Der Szenenwechsel zu den Rockern ist wesentlich länger. Wir bekommen mit, über welche Briefe sie sich lustig machen. Über einen Onkel Jakob, der gestorben ist, aber den keiner vermisst. Und eine Amalie Mailuft, die nach 47 Jahren Verlobung nun ihr Herzblatt heiraten wird.
Dann kommt Kowalske, staucht die Bande zusammen, und findet schließlich den Brief. Er telefoniert mit Leihkauf, kriegt aber nur seine Frau ans Telefon. Oder eher Witwe, denn Leihkauf ist vorgestern gestorben. Dann telefoniert Kowalske mit Göbel. Göbel streitet erst ab, einen Leihkauf zu kennen, doch Kowalske kann ihn überreden, sich mit ihm einzulassen. Die Bande will sich mit den Geldfälschern treffen und Kowalske erzählt ihm gleich von seinem Bankraubplan. Göbel ist begeistert.
Die Szene mit Ferdinand Marker vor dem Gloria-Kino und die Verbrecherkartei-Szene wird relativ unverändert übernommen.
Es gibt einen Szenenwechsel zu der Rockerbande, die die Geldfälscher vom Mäuseweg trifft. Dabei handelt es sich um ein Trio: Ferdinand Marker (Nussknackergesicht) ist einer von ihnen.
Göbel hat Goldkronen im Mund, ist schlank und es lässt sich schwer sagen, ob er ehrlich oder gekünstelt lächelt.
Schließlich noch Alfons Echt, Techniker, Graveur und Spaßvogel, der die falschen Banknoten herstellt. Und sehr gutmütig ist.
Die Gangster kommen sich schnell näher, vor allem, nachdem Marker ihnen das Du und was zu trinken anbietet.
Göbel und Echt zeigen Kowalske und Gang daraufhin die Fälscherwerkstatt und den Tresor, während Marker zurückbleibt.
Als sie zurückkommen, beschreibt Marker sein Problem (Tarzan, der ihn in eine Falle locken wollte) und bekommt von den Rockern eine Beschreibung von TKKG geliefert. Marker wird stinksauer, weil er den Rest der Bande auch gesehen hat. Bruchdrexl tut es als Zufall ab und Kowalske findet, dass sie ihren Plan mit dem Banküberfall durchführen sollten: Direktor und Prokuristin entführen, das echte Geld im Tresor mit gefälschtem austauschen, so tun, als hätte man sich eines Besseren besonnen, und Direktor und Prokuristin wieder laufen lassen. Geld sei während der Weihnachtszeit genügend vorhanden, weil viele Leute es bald abheben würden. Der Vorteil läge darin, dass die Polizei sich dann nicht sonderlich anstrengen würde. Die Rockerbande würde gern umziehen und da Göbel eh zu viele Zimmer hat, stimmt er zu.
Tarzan und Klößchen radeln abends zu Gaby, wo sie Weihnachtssterne basteln wollen. Auf dem Weg sieht der TKKG-Anführer einen der Rocker und verfolgt ihn zu seiner alten Bleibe. Er wartet 15 Minuten, dann ruft er erst die Polizei über eine Telefonzelle, die drei Straßen weiter weg liegt. Die Polizei durchsucht das Haus, aber die Rocker sind schon ausgeflogen. Bei Glockners bastelt TKKG Weihnachtssterne. Glockner kommt zurück, als die Kinder gehen wollen und erzählt von Edwin Kowalske und Vogt. Tarzan verabredet sich noch mit Gaby, morgen mit ihr zur Wert-Bank zu gehen, um Geld für die Weihnachtsgeschenke zu holen. Tarzan meint, genug Geld zu haben, weil er vom Fall mit den Giftmischern noch genug hätte.
Am nächsten Tag radelt Tarzan im TT (Tarzantempo) zu Gaby. Gaby hat sich sogar extra in Schale geworfen und wir bekommen einen weiteren TG-Moment. Tarzan meint, egal, was Gaby anhätte, er könne sich überall mit ihr sehen lassen, selbst wenn sie nichts anhätte.
Bei der Bank werden die Kinder sehr freundlich bedient. Frau Göttling wird mit Tarzans Mutter verglichen und Bankdirektor Hehne schenkt Gaby sogar einen Kalender. Anstatt von Ferdinand Marker direkt vor der Bank angegriffen zu werden, droht Marker Tarzan nur, hält inne, als dieser sich nicht einschüchtern lässt, und geht. Tarzan signalisiert Gaby, ihren Vater zu rufen, während er Marker verfolgt. In einer einsamen Gegend, in einem abgelegen Hof mit Zaun, Mauer und Schuppen, lauert Marker Tarzan auf. Hier kommt es zum Judowurf und der Bedrohung durch die Pistole. Wegen der Spuren im Schnee muss Tarzan bei seiner Flucht tricksen, um Marker zu entkommen.
Abends kommt es zum Anruf bei Direktor Hehne und kriegt die Entführung mit. Aber auch die Entführer kriegen mit, dass jemand am Telefon mithört. Klößchen bleibt im Internat, während Tarzan aus dem Internat flüchtet und in die Stadt rennt. Tarzan beobachtet die Entführung von Frau Göttling und nimmt ein Taxi zum Mäuseweg. Der TKKG-Häuptling findet die große Villa der Gangster und kann Plasch beobachten, der es gerade verlässt.
Tarzan umrundet das große Haus und kann durch ein geöffnetes Klofenster eindringen. Im Keller findet er die Stahltür und den Raum mit den Maschinen, wo Echt und Bruchdrexl miteinander reden. Nachdem er sichergestellt hat, dass die Tür ihr einziger Weg nach draußen ist, sperrt er die zwei ein und schließt die Stahltür ab. In der Diele trifft er auf Flori und Fritz Zoppig. Nachdem er Zoppig aufs Kreuz gelegt hat, gibt Flori auf und verrät, wo sich Hehne und Göttling befinden. Er befreit die beiden und ruft die Polizei. Glockner kommt und erzählt, dass der Rest der Bande schon bei der Bank geschnappt worden ist.
Der TKKG-Anführer macht sich Sorgen, weil er aus dem Internat getürmt ist, aber Glockner beruhigt ihn und Hehne betont, dass sich die Belohnung von der Wert-Bank eh nicht geheim halten lasse. Der Bankdirektor fragt, wer die TKKG-Bande ist, worauf Tarzan und Glockner lachen, da die Jugendlichen langsam stadtbekannt würden.
2 Analyse
2.1 Sprache
Tja, hier haben wir den oft zitierten Eskimo, den es vom Schlitten haut, und als Tarzan Gaby ins Gesicht pustet, um ihre Wimpern zu testen, entgegnet Gaby:
„Die sind echt, du Spinatneger!“
Wie schon in den Reviews zuvor erwähnt, würde das hier es heute nicht mehr durchs Lektorat schaffen, doch damals dachte man sich nichts dabei. Vor allem fallen auch die Bösewichte mit ihren Gesichtern auf. Die Rocker sind da ein gutes Beispiel. Im Prinzip sind das auch eine Art Anti-TKKG, aber diesmal auch mit einem Anti-Glockner, nämlich mit:
2.2 Edwin Kowalske = der unbekannte Star der ersten Bücher
Edwin Kowalske ist ein TKKG-Bösewicht, der einfach nur Spaß macht. Wir haben es hier mit einem Glatzkopf mit einem rechten Schielauge zu tun, dessen liebster Gegenstand eine blonde Perücke ist, mit der er auf besondere Anlässe geht. Das ist so übertrieben lächerlich, dass es schon wieder großartig ist.
Und während Glockner ein guter Polizist ist, ist Kowalske ein schwerer Junge mit sehr vielen Vorstrafen. Dazu kommt, dass er es geschafft hat, vier junge Erwachsene zu Räubern auszubilden und für sich arbeiten zu lassen. Weiterhin noch sein Traum vom perfekten Bankraub, der ohne TKKGs Eingreifen wohl auch gelungen wäre.
Der gute Edwin kommt im Hörspiel leider viel zu kurz, was wohl an den Perspektivwechseln liegt…
2.3 Szenenwechsel
Wäre ich Stefan Wolf und würde mich bei H.G. Francis beschweren wollen, würde ich dieses Buch hier anführen und fragen, was Francis sich beim Vertonen gedacht hat. Sowohl das Buch als auch das Hörspiel haben hier den ersten Perspektivwechsel von TKKG zu den Bösewichten. Allerdings unterschlägt das Hörspiel die restlichen Perspektivwechsel, die nötig sind, um der Handlung zu folgen. Wir erfahren im Hörspiel nur, dass Kowalske den Leihkauf anruft. Vielleicht war Leihkaufs Tod für ein Hörspiel zu viel, doch da das Hörspiel ja adaptiert, hätte man auch einen anderen Grund anführen können. Jedenfalls erschließt sich für Leute, die nur das Hörspiel hören, nicht der gesamte Kontext.
Von Edwins Treff mit Marker, Göbel und Echt kriegen wir nichts mit. Göbel und Echt sind sogar doppelt gekniffen, weil sie nicht einmal einen Auftritt haben.
2.4 Das Tivola-Spiel 06: Der Fälscherbande auf der Spur
Hier sollte man den Entwicklern von Tivola ein Lob aussprechen, denn die Geschichte des Videospiels unterscheidet sich gewaltig. Das Spiel ist zur Zeit der Währungsumstellung von DM auf Euro angesiedelt, während Falschmünzer 10 Jahre vor der Wiedervereinigung spielt.
Zwar gibt es auch einen kriminellen Künstler (wie Echt), der aber nicht mit Druckmaschinen umgehen kann und deshalb Hilfe braucht. Desweiteren schlägt die Fälscherbande bundesweit zu (in so schönen Orten wie Schwindelsen, Leimhausen, Blütenbürg oder Kopienhagen), während die Falschmünzer sich wohl nur auf die TKKG-Stadt und das naheliegende Ausland spezialisiert haben.
3 Fazit: Welche Fassung gewinnt
Das Buch trägt hier mit weitem Abstand den Sieg davon.
Autor:Stephan Riedl aus Rodalben |
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