Baulücken sollen geschlossen werden
Stadt untersucht Potenzialflächen zur Nachverdichtung

„Innenentwicklung vor Außenentwicklung“: So lautet ein Leitsatz der Kaiserslauterer Stadtentwicklung, dem man versucht bei der Baulandnachfrage Rechnung zu tragen. | Foto: Horst Schmidt / stock.adobe.com
  • „Innenentwicklung vor Außenentwicklung“: So lautet ein Leitsatz der Kaiserslauterer Stadtentwicklung, dem man versucht bei der Baulandnachfrage Rechnung zu tragen.
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Kaiserslautern. „Innenentwicklung vor Außenentwicklung“: So lautet ein Leitsatz der Kaiserslauterer Stadtentwicklung, dem man versucht bei der Baulandnachfrage Rechnung zu tragen. In diesem Sinne hat das Referat Stadtentwicklung bereits seit längerem ein Baulückenkataster erstellt, auf dessen Grundlage die Bebauung von einzelnen Baulücken angestoßen werden soll. Die Liegenschaftsabteilung des Referats Finanzen frägt hierzu die Eigentümer einzelner Standorte zur Verkaufsbereitschaft ab. Ergänzend werden nun auf Beschluss des Stadtrats zusammenhängende, bislang unbebaute Flächen in den bestehenden Wohngebieten auf ihr Nachverdichtungspotenzial untersucht.

Hierzu wurden Potenzialflächen hinsichtlich verschiedener städtebaulicher Kriterien (Topographie, Flächenzuschnitt, Erschließbarkeit, Immissionen, Baumbestand, Starkregenvorsorge etc.) und umweltfachlicher Kriterien (Natur- und Artenschutz, Klimaverträglichkeit) in einer dreistufigen Skala (geeignet/bedingt geeignet/ungeeignet) zu ihrer Nachverdichtungsmöglichkeit bewertet. In die Betrachtung wurden etwas mehr als 100 Flächen einbezogen. Für die Flächen, die als geeignet oder bedingt geeignet eingestuft wurden, soll im nächsten Schritt – nach einer entsprechenden Beschlussfassung durch den Stadtrat – eine Einbeziehung der Öffentlichkeit stattfinden, um die Mitwirkungsbereitschaft der Eigentümerinnen und Eigentümer und mögliche Konflikte in Erfahrung zu bringen. Nach Sichtung der eingehenden Anregungen ist ein abschließender Sachstandsbericht an den Stadtrat vorgesehen, um bei positiven Rückmeldungen einzelne Standorte in ein Bebauungsplan- oder sonstiges Entwicklungsverfahren einzubinden.

Losgelöst von dieser Potenzialbetrachtung konnten dem Stadtrat in seiner Sitzung am 10. Oktober mehrere Flächen bereits auf Wunsch der Bürgerschaft als mögliche Entwicklungsflächen vorgestellt werden. Dabei handelt es sich u.a. um Flächen westlich der Straße Geiersberg in Siegelbach, um Flächen am Dauborner Weg, sowie um Flächen im Bereich „Auf der Vogelweide - Kurpfalzstraße - Im Dunkeltälchen“. Für den letztgenannten Bereich wurde in der Sitzung bereits die Aufstellung eines Bebauungsplans beschlossen. Unter anderem um Nachverdichtung zu ermöglichen, wurde vom Rat ferner die Aufstellung eines Bebauungsplans für ein Gebiet an der Kaiserstraße im Ortsbezirk Einsiedlerhof beschlossen.

Die Nachverdichtungsuntersuchung ist ein kleiner Teilbaustein eines gesamtstädtischen Integrierten Nachhaltigen Stadtentwicklungskonzepts (INSEK), der vorgezogen wird, um frühzeitig Innenpotenziale auszuloten, die in den anlaufenden Gesamtprozess integriert werden können. ps

Autor:

Ralf Vester aus Kaiserslautern

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