FCK: Nach der Niederlage im Topspiel kommt das Schlusslicht auf den Betze

- Jan Elvedi hatte einen schweren Stand gegen Davie Selke
- Foto: Jens Vollmer
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FCK. Es war eine der wenigen Partien der bisherigen Saison, in der der 1. FC Kaiserslautern nichts zu bestellen hatte. Im Topspiel des Tabellendritten beim Tabellenzweiten zeigte sich, dass die Roten Teufel zwar eine herausragende Runde spielen, die weit über den Erwartungen liegt, aber eben noch ein gutes Stück fehlt, um sich als eine gestandene Spitzenmannschaft bezeichnen zu können.
Der Hamburger SV demonstrierte hingegen eindrücklich, dass er in dieser Hinsicht dem FCK noch um einiges voraus ist und nach sechs vergeblichen Anläufen diesmal tatsächlich die lang ersehnte Rückkehr in die Bundesliga gelingen könnte. In der ersten halben Stunde machte sich das noch nicht allzu sehr bemerkbar. Das Team von Trainer Markus Anfang war recht gut im Spiel. Der HSV war zwar spielbestimmend, doch die Gäste setzten den ein oder anderen Nadelstich nach vorne. Aber nach 30 Minuten kippte die Waage eindeutig in Richtung Hausherren.
Elvedi bekommt Selke nie in den Griff
Jan Elvedi hatte seine liebe Müh und Not mit Stürmer Davie Selke und ein ums andere Mal das Nachsehen. Der „Maskenmann“, der dem FCK bereits im Hinspiel in letzter Sekunde den Sieg vermasselte, erwischte einen Sahnetag und erzielte kurz vor der Pause die verdiente 1:0-Führung. Wenig später hätte das Match vielleicht noch einmal kippen können, wenn Erik Wekesser den Ball nicht aus kurzer Entfernung am leeren Tor vorbeigeschoben hätte.
Der Rest ist schnell erzählt. Nach der Pause waren die Pfälzer in allen Belangen unterlegen und kassierten folgerichtig das 2:0 erneut durch Selke und das 3:0 durch Baldé. Allzu große Enttäuschung machte sich danach aber nicht breit. Trainer und Spieler erkannten die Überlegenheit der Gastgeber neidlos an. Keiner aus dem Team erreichte seine Normalform, und wenn sie nicht annähernd ans Limit kommen, wird es gegen solch hochkarätige Gegner eben verdammt schwer.
Es folgt das Kontrastprogramm gegen den Tabellenletzten
In der Tabelle hatte das Ganze jedoch keine großen Auswirkungen, die Roten Teufel sind nach wir vor Dritter. Nach dem verlorenen Topspiel folgt am kommenden Samstag, 1. März, um 13 Uhr auf dem Betze das Kontrastprogramm. Mit dem SSV Jahn Regensburg ist das Schlusslicht zu Gast in Kaiserslautern. Nach einer völlig verkorksten Hinrunde haben sich die Domstädter zwischenzeitlich etwas berappelt und halbwegs Anschluss im Keller der 2. Liga gefunden.
Wer nun einen Kantersieg erwartet, könnte sich allerdings täuschen. Die Partie in Regensburg war bereits ein echtes „Schweinespiel“, in dem der FCK nicht über ein biederes 0:0 hinaus kam. Zudem liegt der Jahn den Roten Teufeln nicht sonderlich. In den bisherigen sieben Liga-Begegnungen gab es lediglich einen Sieg – und den auch noch auswärts. Wie unangenehm der SSV zu bespielen ist, erlebte jüngst auch der HSV beim 1:1. Wollen die Lautrer allerdings weiter in der Spitzengruppe mitmischen und nicht von der herannahenden Meute der Verfolger eingeholt werden, müssen die drei Punkte unbedingt in der Pfalz bleiben. rav
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |
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