Startschuss in Leipzig
Eulen setzen auf Abwehrstärke

Nach dem Klassenerhalt spielen die Handballer von den Eulen Ludwigshafen auch in der nun starteten Saison 2020/21 in der ersten Handball-Bundesliga. | Foto: Foto: Michael Sonnick
  • Nach dem Klassenerhalt spielen die Handballer von den Eulen Ludwigshafen auch in der nun starteten Saison 2020/21 in der ersten Handball-Bundesliga.
  • Foto: Foto: Michael Sonnick
  • hochgeladen von Michael Sonnick

Ludwigshafen. Start in die Handball-Bundesliga-Saison 2020/21: Die Eulen Ludwigshafen gastieren am Donnerstag, 1. Oktober 2020, 19 Uhr, beim SC DHfK Leipzig. 2000 Zuschauer – keine Gäste-Fans – sollen in der 7213 Zuschauer fassenden Arena dabei sein dürfen. Das Spiel ist live bei Sky zu sehen. Auf Facebook gibt es einen Eulen-Liveticker.

„Den Druck hat Leipzig“, urteilt Eulen-Kapitän Gunnar Dietrich, der auf die Physis seiner Mannschaft vertraut. „Wir müssen über die Abwehr unsere Spiele gewinnen“, sagt der 34-Jährige, der weiß, was gerade in Leipzig notwendig sein wird, um wirklich etwas mitnehmen zu können: „Wir dürfen nur wenige technische Fehler machen, müssen einfache Konter laufen und die einfachen Tore machen. Dann haben wir auch gegen starke Mannschaften eine Chance.“ Wie das funktioniert, habe die Mannschaft beim siegreichen Test in Göppingen trotz vieler Ausfälle gezeigt, sagt Kreisläufer Christian Klimek. „Ich freu‘ mich mega auf den Start“, betont der 30-Jährige, der das 30:20 bei der Generalprobe gegen Zweitligist SG BBM Bietigheim als „schönen Einstand“ bewertet. Nach sechs Jahren in Lübbecke und Lemgo war es Klimeks erster Auftritt im Eulen-Dress in der heimischen Ebert-Halle. „Ich war ein bisschen nervös“, gestand der 30-Jährige, der aber auch seinen Spaß hatte. Klimek speist seine Zuversicht für die neue Saison auch daraus, dass er den Jungen im 20-Mann-Kader „Riesenpotenzial“ attestiert und begeistert vom Ehrgeiz und Trainingsfleiß der jungen Garde ist. Das bestätigt der Kapitän mit ähnlichen Worten, der die Jungen speziell auch beim Krafttraining beherzt schuften sieht und auch auf dem Parkett spielerisch Fortschritte ausmacht.

Mit Nothelfer Grimm

Die Partie in der Leipziger Arena leiten Marcus Hrust (Berlin) und Mirko Krag (Frankfurt), die auch beim Test der Eulen gegen TVB Stuttgart im Einsatz waren. Die Eulen haben am Mittwochvormittag nach dem Videostudium nochmals in Ludwigshafen trainiert, dann startete der 15-Mann-Kader per Bus Richtung Osten. Philipp Grimm, der reaktivierte Linksaußen, hat die Dienstreise mit angetreten. „Philipp ist heiß“, sagt Trainer Ben Matschke, der mit der Mannschaft am Donnerstag vormittags in der Arena nochmals trainiert. Bedauerlich, dass Rechtsaußen Daniel Wernig, der befristet als Falk-Ersatz verpflichtet wurde, mutmaßlich nicht eingesetzt werden kann, weil er bei einem DHB-Trainer-Lehrgang weilt und wohl keine Freigabe für das Spiel bekommt. Relativ gelöst zeigte sich Ben Matschke vor der Abfahrt. „Der Matchplan ist durch“, erklärte der Coach: „Ich freue mich, dass es jetzt los geht.“

Leipzig drückt aufs Tempo

„Leipzig hat eine starke Vorbereitung gespielt“, weiß der Eulen-Trainer. Die Generalprobe bei MT Melsungen haben die Sachsen 28:25 gewonnen. „Die Mannschaft lebt von ihrer hohen Mentalität, die spielen mit Magdeburg den schnellsten Ball der Liga. 50 Prozent der Abschlüsse kommen über schnelle Mitte, über Tempogegenstöße“, erklärt Matschke mit Respekt vor der Mannschaft von André Haber, die Nationalspieler Franz Semper verloren hat, der zur SG Flensburg-Handewitt wechselte. Dass Leipzig auf Tempo setzt, heißt für Matschkes Jungs: Technische Fehler vermeiden, die Fehlpassquote minimieren, sonst läuft man dem Gegner ins offene Messer. Zu den Eckpfeilern der Abwehr zählt Jan Remmlinger, der eine starke Vorbereitung spielte, auch als „Vorposten“ im 5:1 überzeugte, als Linksaußen in die Bresche sprang und seine Torchancen mutig und konsequent nutzte. „Es ist das erste Spiel. Ich habe meiner Mannschaft auch gesagt – alle Videos, die wir gesehen haben, haben nichts mit einem Bundesligaspiel zu tun“, äußert der Coach vor dem hammerharten Auftaktprogramm der Eulen.

Derby in der Eberthalle

Am Dienstag, 6. Oktober 2020, 19 Uhr, kommen die Rhein-Neckar Löwen zum Derby in die Eberthalle, zwei Tage später sind die Eulen zu Gast bei Christian Klimeks alter Liebe, dem TBV Lemgo. „Drei schwere Spiele in einer Woche“, urteilt der Coach. Die Mission Klassenverbleib beginnt. Es ist ein 38-Spiele-Marathon, der am 27. Juni 2021 mit der Partie gegen Frisch Auf Göppingen endet. ps/bas

Autor:

Charlotte Basaric-Steinhübl aus Ludwigshafen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

33 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

RatgeberAnzeige
Die Baufinanzierungsberater der Sparkasse Rhein Neckar Nord beraten kompetent bei der Suche nach der perfekten Immobilie und haben alle Zusatzqualifikationen, die sie in Sachen Finanzierung energetischer Sanierungen zu Experten machen | Foto: Puwasit Inyavileart/stock.adobe.com
5 Bilder

Baufinanzierung Sparkasse: Warum eine Modernisierung jetzt Sinn macht

Baufinanzierung Sparkasse. Auf der Suche nach der Traumimmobilie? Die Sparkasse Rhein Neckar Nord ist hierfür der richtige Ansprechpartner. Schritt für Schritt begleiten die Baufinanzierungsexperten der Sparkasse ihre Kunden auf dem Weg zum Eigenheim. Hierbei spielt es keine Rolle, ob ein Baukredit benötigt wird oder ein Darlehen für den Kauf einer Immobilie. Egal, ob Haus, Wohnung oder Grundstück - die Experten beraten ausführlich zu passenden Finanzierungsmöglichkeiten. Baufinanzierung...

Online-Prospekte aus Ludwigshafen und Umgebung



add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Powered by PEIQ