„175 Jahre Pfälzerwald – 60 Jahre Naturpark“ im Stadtmuseum Villa Böhm
Sonderausstellung „Pfälzerwald“

Einer der letzten Auerhähne, geschossen 1959, Leihgabe aus der Hellerhütte.  | Foto: Rolf Schädler
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  • Einer der letzten Auerhähne, geschossen 1959, Leihgabe aus der Hellerhütte.
  • Foto: Rolf Schädler
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Neustadt. Die Ausstellung „175 Jahre Pfälzerwald – 60 Jahre Naturpark“, eine Kooperation von Stadtarchiv Neustadt, dem Revierförster Jens Bramenkamp und dem Diplom-Geografen Klaus Hünerfauth, präsentiert noch bis 14. Oktober im Stadtmuseum Villa Böhm interessante Informationen und Objekte zum Thema „Pfälzerwald“.Sie soll aufzeigen, welche Bedeutung der Pfälzerwald für Neustadt hat und wie die Natur und die Menschen ihn prägen und nutzten. 2018 jährt sich zum 175. Mal die Namensgebung „Pfälzerwald“ für das größte geschlossene Waldgebiet Deutschlands. Pfälzische Forstleute tagten 1843 im Forsthaus zu Johanniskreuz. Die Wälder auf dem Bundsandsteingebiet Pfalz wurden schließlich als „Pfälzerwald“ bezeichnet. 1958 wurde der Pfälzerwald als dritter Naturpark in Deutschland geschaffen. Unter anderem werden die Themen Waldwirtschaft, Erholung und Tourismus herausgestellt. Auf 18 großformatigen Tafeln wird auf den Pfälzerwald-Verein mit seinen hiesigen Ortsgruppen, auf Natur- und Kulturdenkmäler in unserer Umgebung, auf den Stadtwald mit seinen Hauptbaumarten und vieles mehr eingegangen. Natürlich darf hier die Edelkastanie oder wie man in der Pfalz sagt „Keschde“, der Baum des Jahres 2018, nicht fehlen.
Verschiedenste historische Dokumente und Exponate wie zum Beispiel alte Reiseführer, Souvenirs, nostalgische Postkarten und Fotografien nehmen die Besucher mit auf eine Wanderung in die Vergangenheit. Anhand von Abbildungen und Fotografien und den dazugehörigen alten Arbeitsgeräten wird auf die Waldnutzung der damaligen Zeit eingegangen. Früher war es üblich in den Wald zu gehen, um zum Beispiel Bucheckern und andere Waldfrüchte, Brennholz und einiges mehr für den eigenen Bedarf oder zum Verkauf zu sammeln. Die in Neustadt und den Ortsbezirken ansässigen Pfälzerwald-Vereins-Ortsgruppen liefern einen wichtigen Beitrag, wenn es um den Naturschutz, die Wald- und Wanderwegspflege und Freizeitaktivitäten im Stadtwald geht. Zu diesem Thema werden historische Fotografien, Mitgliedskarten, Wanderbücher und Vereinszeitschriften ausgestellt. Aber auch Vereinsabzeichen, Wanderstöcke, reich verziert mit Stocknägeln, Vereinsfahnen und -wimpel sowie diverse Wanderutensilien können bestaunt werden.
Highlights der Ausstellung sind die Tierpräparate einiger Bewohner unseres Waldes. Darunter ein Luchs aus dem Staatlichen Naturkundemuseum in Karlsruhe und eine Wildkatzenmutter mit Welpen vom Landauer Zoo, aber auch ein Ziegenmelker (Familie der Nachtschwalben) und ein Abendsegler (Familie der Fledermäuse), sowie ein Hirschkäferpaar können aus der Nähe bestaunt werden.
Im Rahmen dieser Sonderausstellung sind verschiedene zusätzliche Aktivitäten geplant: Jens Bramenkamp wird am 31. Juli, 17 Uhr im Stadtmuseum einen Vortrag zum Alltag eines Revierförsters halten. Weiterhin bietet er am 4. September, 14 Uhr einer Rundwanderung im Stadtwald ein.
Die Ausstellung ist bis zum 14. Oktober im Stadtmuseum Villa Böhm (Villenstraße 16 b / Maximilianstraße 25) zu sehen. Die Öffnungszeiten sind: Mittwoch und Freitag von 16 bis 18 Uhr und Samstag und Sonntag von 11 bis 13 Uhr bzw. von 15 bis 18 Uhr. Infos unter der Telefon 06321 855540, Museumsverwaltung.

Einer der letzten Auerhähne, geschossen 1959, Leihgabe aus der Hellerhütte.  | Foto: Rolf Schädler
Luchs-Tierpräparat aus dem Naturkundemuseum Karlsruhe.  | Foto: Rolf Schädler
Am letzten  Freitag ist ein weiteres Exponat vom Zoo Landau in die Ausstellung aufgenommen worden. | Foto: Rolf Schädler
Autor:

Christiane Diehl aus Neustadt/Weinstraße

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