Gut informiert . Eine schleichende Katastrophe
Unsichtbare Opfer der Atomkraftnutzung

Foto: G.Moses
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Stromerzeugung aus Kernenergie soll wieder hoffähig werden, so die Absicht einflussreicher Kräfte.
Ein Bettnachbar im Germersheimer Krankenhaus berichtete mir vor Jahren: Er holte als Taxifahrer wöchentlich Patienten ab. Fast alle waren an Krebs erkrankte Bewohner eines Dorfes in der Nähe des AKW Neckarwestheim. Darüber war Schweigen angesagt, keine Behörde, keine Partei, keine Gesundheitseinrichtungen durften das zum Thema machen. Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit, und kleingeredet von Atomlobby und Politik sind die Gefahren des regulären Betriebs von AKW`s.

Neckarwestheim | Foto: G.Moses

Die Atom- und Strahlenkommission des BUND (BASK) legte im September 2022 einen umfangreichen Bericht vor. „Das Verdienst unabhängiger Wissenschaftler*innen ist es, dass wir heute Gewissheit haben über radioaktive Gesundheitsrisiken“.
Folgen treten meist zeitversetzt auf. Deshalb blieb der Zusammenhang zwischen Erkrankung und Ursache lange Zeit unerkannt. Betroffene kämpfen auch heute noch vergeblich um Anerkennung und Entschädigung.
Atom-Befürworter befürchten keine Strahlenwirkungen im Niedrigdosisbereich. Gesundheitliche Gefahren im „Normalbetrieb“ von Atomanlagen werden daher nicht beachtet. Das Verdienst des BUND-Berichts ist es die gesundheitlichen Folgen der radioaktiven Strahlung an Arbeitsplätzen und für die Bevölkerung in der Umgebung von Atomanlagen aus ihrem normalen Betrieb dargestellt zu haben. Im Studien-Projekt INWORKS an 308.297 überwachten Beschäftigten der Nuklearindustrie in Frankreich, Großbritannien und den USA ab 2015 ergaben sich ähnliche Ergebnisse: Auch niedrige radioaktive Strahlung sind ein Krebsrisiko. Schädliche Emissionen und ihre Folgen wurden offiziell stets bestritten oder relativiert. Sie betrafen ebenfalls vornehmlich Kinder. Das Elbmarschcluster war von einem örtlichen Kinderarzt bemerkt und angezeigt worden, die zuständigen Behörden waren nicht bereit dem Phänomen nachzugehen. Eine Ausnahme bildete der Leiter des Gesundheitsamts Lüneburg, der die Aufklärung im Rahmen seiner Möglichkeiten vorantrieb. Dafür wurde er gar von oberen Instanzen mehrfach verwarnt. Aber Beobachtungen von einheimischen Ärzt*innen oder aufmerksamen Bürger*innen bestätigten ihn.
Ein Auszug der Dokumentationen:

Foto: G.Moses

Die Erfahrungen zeigen aber, dass kleinere Freisetzungen/Leckagen nicht vermieden werden können. Die Beachtung von Gesundheitsschäden und vorzeitigen Tod durch den „NORMALBETRIEB“ von Atomanlagen muss daher bei der Abwägung von Risiken und Nutzen der Atomenergie einfließen. Kein Verlass auf Technik und Mensch!
Der „Normalbetrieb“ von Nuklearanlagen mit den vielen kleineren Störfällen trägt zu dem seit Langem beobachteten Anstieg von Krebserkrankungen bei Kindern und Erwachsenen in Deutschland sowie in anderen Industrienationen bei. Auch zu der auffällig hohen Rate an angeborenen Fehlbildungen in Deutschland (BUND 2017; 2019). Im Radius von 5 Km um deutsche AKW erleiden Kinder unter 5 Jahren um 60% häufiger an Krebs als im Bundesdurchschnitt.

Foto: G.Moses

Tausende Hilfsarbeiter von Servicefirmen arbeiten in AKW`s wenn es brenzlig wIrd, für Reparatur, Putz- Quelle: BUM. Sie werden in Frankreich als „Strahlenfutter“ betitelt - die armen Arbeiter werden „verheizt“.
Vorstandsbosse der 4 Konzerne haben ihren Wohnsitz weitab von AKW`s!
Welche Bedeutung hat Kernenergie eigentlich? (Tabelle).

Foto: G.Moses

Darüber mehr in den nächsten Tagen.

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Autor:

Günter Moses aus Haßloch

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