Theresa Gilcher neu im protestantischen Pfarr-Team

- Theresa Gilcher.
- Foto: lk/Landry
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Die Protestantische Kirche für Ludwigshafen freut sich über ein neues Gesicht: Die frisch gebackene Pfarrerin Theresa Gilcher unterstützt seit Anfang März ihre Kolleginnen und Kollegen im Kirchenbezirk. Die 28-Jährige hat große Lust, die Zukunft der Kirche mitzugestalten.
Theresa Gilcher ist in der Pfalz verwurzelt: In Bad Dürkheim kam sie auf die Welt, in Kirchheim an der Weinstraße feierte sie Konfirmation, in Grünstadt machte sie Abitur. Dann ging es ein Stück Richtung Süden nach Tübingen, wo sie begann, Jura zu studieren. Doch nach dem ersten Semester kamen Zweifel: "Ich habe neu überlegt, ob ich dieses Studium weiter durchziehen will und was ich wirklich mein Leben lang machen möchte", blickt sie zurück. "Ich will Menschen in allen Lebenslagen begleiten und mich nicht auf Jura beschränken."
Nach kurzem Umweg die richtige Richtung gefunden
Die junge Frau setze auf ihre guten Erfahrungen mit der Kirche. "Ich war schon immer in der Kirche aktiv, habe unter anderem Kindergottesdienste mitgestaltet", sagt Theresa Gilcher. Zudem hatte der Religionsunterricht in der Oberstufe ihr Interesse an der Theologie geweckt. Sie wagte es, den Weg zu ändern. Sie blieb in Tübingen, studierte aber nun Evangelische Theologie. Später wechselte sie nach Heidelberg. Rückblickend war der Wechsel richtig: "Ich habe immer mehr Mut und Vertrauen gefasst in die Entscheidung, Pfarrerin zu werden."
Das Vikariat – den praktischen Teil der Ausbildung zum Pfarrberuf – absolvierte Theresa Gilcher an der Christuskirche in Kaiserslautern. "Es war eine spannende Zeit", sagt sie. "Ich habe gelernt, wie Kirche in der Stadt funktioniert." Diese Erfahrung kann sie nun in Ludwigshafen anwenden.
Das Spezialvikariat führte sie nach Stuttgart zur Evangelischen Mission in Solidarität, einer internationalen Gemeinschaft von 25 Kirchen und fünf Missionsgesellschaften. Dort lernte Theresa Gilcher die Partnerschaftsarbeit kennen. Sie erfuhr, wie Christinnen und Christen auf der ganzen Welt ihren Glauben leben und welche Debatten sie führen. "Dadurch hat sich mein Blick auf die Kirche erweitert", stellt sie fest.
Neugier und Lust auf kirchlichen Wandel
Der grundlegende Wandel, in dem sich die Kirche befindet, schreckt die junge Pfarrerin nicht – im Gegenteil. "Ich habe mich auch deshalb für den Beruf entschieden, weil ich die Zukunft der Kirche mitgestalten will." Sie ist überzeugt: "Es kommt nicht so sehr auf die Größe an, sondern auf die Qualität." Sie möchte mit ihrer Arbeit die Menschen vor Ort unterstützen und stärken.
Die 28-Jährige übernimmt gern Taufen, Trauungen und Beerdigungen. Sie liebt Gottesdienste und denkt daran, dabei Neues auszuprobieren. "Ich bin offen, Gottesdienste anders zu gestalten, sodass viele Lust bekommen, mitzumachen." Auch mit Online-Formaten hat Theresa Gilcher Erfahrung: Während ihrer Studienzeit in Heidelberg im Corona-Lockdown erstellte sie kurze Andachten.
Erst in der vergangenen Woche wurde Theresa Gilcher zur Pfarrerin ernannt. Seit Montag ist sie in Ludwigshafen im Einsatz, vor allem in der Region Mitte. Vorerst hat sie ein kleines Büro in der Jugend- und Versöhnungskirche. Der Termin für Theresa Gilchers Ordination steht noch nicht fest.
Autor:Yvette Wagner aus Ludwigshafen |
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