Hilfswerk „Kirche in Not“ lädt ins Kloster Neustadt ein
Verfolgte Christen weltweit

Ein zerstörten Glockenturm im Irak.  Foto: Kirche in Not

Neustadt. Ab Samstag, 25. September, ist im Kloster Neustadt die Ausstellung „Verfolgte Christen weltweit“ des internationalen Hilfswerks „Kirche in Not“ zu sehen. Sie wird mit einem Vortrag am Freitag, 24. September, 19 Uhr, eröffnet. Stefan Stein von „Kirche in Not“ berichtet über die Situation bedrängter Christen und die eingeschränkte Religionsfreiheit in vielen Staaten. Die Ausstellung ist bis Mittwoch, 20. Oktober, im Foyer des Bildungs- und Gästehauses zu sehen.
Präsentiert werden einige Länder, in denen Christen besonders unter Diskriminierung, Unterdrückung und Verfolgung leiden. Die Ausstellung erläutert in kurzen Texten maßgebliche Ursachen der Christenverfolgung und zeigt in eindrucksvollen Bildern, wie Christen trotz Verfolgung treu zum Glauben stehen und das kirchliche Leben in den jeweiligen Ländern blüht. Das Hilfswerk „Kirche in Not“ setzt sich insbesondere für unterdrückte und verfolgte Christen ein.
Wie aktuell das Thema „Christenverfolgung“ ist, zeigen Beispiele aus Nigeria, wo es wiederholt zu Angriffen auf Kirchen und Gläubige kommt. Seit 2009 verübt die islamistische Terrorgruppe „Boko Haram“ vor allem im Nordosten des Landes gezielt Anschläge auf Kirchen und kirchliche Einrichtungen. Sie verfolgt das Ziel, in Nigeria einen islamischen Gottesstaat zu errichten, und will dazu alle christlichen Spuren auf nigerianischem Boden auslöschen. Der Terror breitet sich bereits in die Nachbarländer aus.
Aber auch in anderen Teilen der Welt können Christen ihren Glauben nur unter Gefahren und großen Einschränkungen leben, wie zum Beispiel in China, Pakistan oder Sri Lanka, wo am Ostersonntag 2019 Terroranschläge auf Kirchen verübt wurden. Das Christentum im Irak und in Syrien droht nach jahrelangem Terror und Krieg sogar auszusterben. Viele Christen sind auf der Flucht oder leben in Flüchtlingslagern – in einer Region, in der die Wurzeln des Christentums bis in die Zeit der Urkirche zurückreichen.
Der Besuch der Ausstellung sowie der Eröffnungsveranstaltung ist kostenfrei, das Hilfswerk „Kirche in Not“ bittet jedoch um Spenden. Diese Spenden helfen mit, das Christentum besonders im Nahen Osten vor dem vollständigen Verschwinden zu bewahren. ps

Öffnungszeiten

Montag bis Freitag, 9–17 Uhr; Samstag, 9– 16 Uhr; Sonntag, 9 – 12 Uhr. Für die Teilnahme am Eröffnungsvortrag (24. September 19 Uhr) ist eine Anmeldung erforderlich per Mail an info@kloster-neustadt.de oder unter Telefon 06321 8750. Zudem sind die aktuell gültigen Corona-Regeln zu beachten (Einlass nur mit negativem Testergebnis, Impf- oder Genesungsnachweis).

Autor:

Markus Pacher aus Neustadt/Weinstraße

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