Niedrigwasser am Bodensee: Pegel nähert sich 2,50 Metern
- Die Trockenheit sorgt für niedrige Wasserstände am Bodensee. (Archivbild)
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Konstanz. Wer am Bodensee unterwegs ist, muss sich auf ungewöhnlich niedrige Wasserstände einstellen: Am Pegel Konstanz wurden zuletzt nur noch 2,53 Meter gemessen. Bis zur Marke von 2,50 Metern fehlen damit nur drei Zentimeter. Der Wasserstand liegt nach Angaben der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg derzeit auf einem für die Jahreszeit extrem niedrigen Niveau.
Die LUBW rechnet wegen der anhaltenden Trockenheit und des natürlichen Jahresverlaufs in den kommenden Wochen tendenziell mit einem weiteren Absinken. Der Bodensee hat im Jahresverlauf normalerweise hohe Pegelstände im Frühsommer und Sommer. Zum Spätsommer gehen die Zuflüsse zurück, im Herbst und Winter fällt in den Alpen ein großer Teil des Niederschlags als Schnee und wird zunächst gespeichert.
Regen könnte nur kurz Entlastung bringen
Auch der Deutsche Wetterdienst sieht zunächst keine klare Entspannung. Für die Nacht zu Donnerstag, 1. Oktober, wird eine Kaltfront mit schauerartig verstärkten Regenfällen erwartet. Örtlich seien rund 20 Liter pro Quadratmeter in wenigen Stunden möglich. Ein DWD-Meteorologe schränkte aber ein, der Regen könne auch recht schwach ausfallen.
Warum der Pegel so niedrig ist
Für die ungewöhnliche Lage nennen die Fachleute mehrere Gründe:
- Nach einem schneearmen Winter fehlte Schmelzwasser aus den Alpen.
- Seit Monaten gab es zu geringe Niederschläge.
- Der warme Sommer sorgte für hohe Verdunstung.
Allzeit-Tief liegt noch deutlich darunter
Ein Allzeitrekord ist der aktuelle Pegelstand allerdings nicht. Die niedrigsten Wasserstände erreicht der Bodensee üblicherweise erst im Winter. Das Niedrigwasser-Informationszentrum Baden-Württemberg nennt als niedrigsten Wert seit Beginn der Auswertung 2,26 Meter, gemessen Ende Februar und Anfang März. Mit der Schneeschmelze im Frühjahr steigt der Pegel normalerweise wieder. [dpa/red]
Autor:dpa content aus Ludwigshafen |