Spannende Drei-Burgen-Tour im Elmsteiner Tal
Sagenhaftes Mittelalter

Foto: Markus Pacher
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Von Markus Pacher

Wandertipp. Drei von Burgen gekrönte Gipfel auf engstem Raum, drei sagenumwobene steinerne Zeugnisse des Mittelalters, drei fantastische Aussichtspunkte im Herzen des Pfälzerwalds – das alles bietet der Drei-Burgen-Weg im Elmsteiner Tal.  Eine Empfehlung für Ausflügler, die nicht viel Zeit mitbringen, aber dennoch ganz viel erleben möchten.

Natürlich müssen Gipfel erklommen werden und dazwischen geht’s naturgemäß wieder abwärts. Unser eigentlich „harmloser“, lediglich 7 Kilometer langer Waldspaziergang erfordert also etwas Puste. Umso schöner ist die Belohnung in Gestalt der wunderbaren Höhenburgen, die einer romantischen Reise ins Zeitalter der edlen Ritter gleichen.
Erfenstein, Breitenstein und Spangenberg heißen die Protagonisten unserer Exkursion ins Mittelalter. Der erste liegt uns gleich zu Beginn zu Füßen, wird aber erst zum Schluss der Tour besucht. Wir parken unser Auto am direkt an der Hauptstraße gelegenen großen Parkplatz der Burg Spangenberg, überqueren die Straße und starten am gegenüberliegenden künstlerisch gestalteten Sandsteinblock der Bushaltestelle Schlossschenke. Steil bergan geht es auf einem breiten Weg (Markierung weiß/grün) in den Wald hinein. Nach wenigen hundert Meter zweigt ein Weg links in den Hang, der uns zur ersten Station, der Burg Erfenstein führt. Der Abstieg zurück ins Tal folgt über die Markierung „1“ zum Parkplatz Breitenstein, wo es über einen steiler Schotterweg zum treppenartigen Einstieg zum Alten Burgweg geht, über den wir zur Ruine Breitenstein gelangen. Der Weiterweg zur Nummer 3, der Burg Spangenberg, führt über den Parkplatz Breitenstein Richtung Totenkopfstraße über das Gelände des Stutgartens (siehe Beschreibung). Von dort sind es nur wenige Minuten hinunter zu unserem Parkplatz.

Bruderstreit mit tödlichem Ausgang

Eine „sagenhafte“ Geschichte rankt sich um die beiden Burgen Erfenstein und Spangenberg. Sie sollen einst im Besitz zweier Brüder und durch eine lederne Brücke miteinander verbunden gewesen sein. Bei einem Streit kappte der Spangenberger die Brücke und schickte den Erfensteiner in den Tod. Ab diesem Zeitpunkt herrschte bittere Feindschaft zwischen den beiden Burgen.

Stutgarten aus dem 16. Jahrhundert

Angelegt wurde die bischöflich-speyerische Pferdekoppel, der sogenannte Stutgarten, an dem unser Weg vorbeiführt, im Jahre 1505 auf einer Fläche von 2,72 Hektar. Zu sehen ist noch die Einzäunung aus Sandsteinposten. Von den ursprünglich 215 Pfosten ist noch die Hälfte erhalten. Im 16. Jahrhundert zogen die folgenden Stutmeister auf der Spangenburg ein: Franz Hertel (1505), Hans Fort gen. Schwytzer (1527), Friedrich gen. Schlupffer (1543, war 1532 Stutknecht), Hans Schwab (1554), Wilhelm Dierolf (1576), Wilhelm Dierolf und/oder Hans Weigand Licht (1581), Friedrich von Helmstadt (1597), Hans Schmidt (1602) und Eberhard von Hattstein (1604). Wenige Jahre vor Beginn des Dreißigjährigen Kriegs endet die Liste der Stutmeister.

Fahrt mit dem Kuckucksbähnel

Es besteht die Möglichkeit, die Wanderung mit einer Fahrt mit der historischen Dampfeisenbahn „Kuckucksbähnel“ zu verknüpfen (Haltestationen in Lambrecht, Frankeneck, Erfenstein, Breitenstein, Helmbach und Elmstein). 

Einkehrmöglichkeiten

Forsthaus Breitenstein, Telefon 06328 227
Burg Spangenberg, 06325 2027 pac

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Autor:

Markus Pacher aus Neustadt/Weinstraße

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